Das Geld reicht nicht aus!

Ganz stolz verkündete der CDU-Bundestagsabgeordnete Sven Volmering, dass der Bund an Gladbeck zusätzlich 425.000 Euro für die Unterbringung von Flüchtlingen zahlen werde.

Das Geld ist nicht für die 160 Personen im Notaufnahmelager in Rentfort-Nord bestimmt, sondern für die 527 Menschen, die bereits als Asylbewerber über das gesamte Stadtgebiet verteilt wohnen.

Mit den 425.000 Euro klettert der Gesamtzuschuss des Bundes an Gladbeck auf 1.425 Millionen Euro im Jahr 2015. Eine gewaltig klingende Summe, die aber nicht annähernd ausreicht, um die tatsächlichen Kosten zu decken: Im Jahr 2014 lagen die Kosten für die Flüchtlingsunterbringung in Gladbeck bei insgesamt 2,5 Millionen Euro, in den ersten acht Monaten in 2015 wurde bereits die 2 Millionen-Marke erreicht.

Für die Kosten des Notaufnahmelagers in Rentfort-Nord kommt das Land zu 100 Prozent auf. Warum gilt diese Regelung eigentlich nicht auch für die „Flüchtlingsunterbringung“? Die hier entstehenden Kosten belasten die ohnehin extrem strapazierten Stadtfinanzen zusätzlich. Und auf der anderen Seite wird immer von den sprudelnden Steuereinnahmen des Bundes berichtet.

Da sind die 425.000 Euro vom Bund doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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