Deutsche Einheit kostete Gladbeck in vier Jahren fast 8 Millionen Euro

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(Foto: Bernd Kasper/pixelio.de)

Fast 8 Millionen Euro musste sich Gladbeck in den Jahren 2007 bis 2011 als Kassenkredite leihen, um in den „Fonds Deutsche Einheit“ einzuzahlen. Das geht aus der neuesten Übersicht des Städtetages-NRW zu den Einheitslasten hervor.

Darin werden regelmäßig die Zahlungen der Städte aufgelistet.
In den Finanzierungspakt, mit dem auch 23 Jahre nach der Deutschen Einheit die Infrastruktur der fünf ostdeutschen Bundesländer saniert wird, zahlen Bund, die westdeutschen Bundesländer und die westdeutschen Kommunen ein. Dazu Bürgermeister Ulrich Roland: „Es ist an der Zeit, über diese Finanzierung ernsthaft nachzudenken und sie endlich wegfallen zu lassen. Während in Ostdeutschland viele Städte eine hervorragende Infrastruktur haben, fehlen uns die nötigen Mitteln für wichtige Investitionen.“

Während mit Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen gleich drei ostdeutsche Länder unter den fünf Bundesländern mit den wenigsten Schulden rangieren, liegt das Industrieland NRW nur auf Platz 12. Bürgermeister Ulrich Roland: „Im nördlichen Ruhrgebiet ist die Situation sogar noch dramatischer. Viele Städte haben überschuldete Haushalte. Trotzdem müssen wir noch Kredite aufnehmen, um die Einheitskosten zu bezahlen.“

Der Bürgermeister fordert deshalb:
„Geld sollte nicht nach Himmelsrichtung, sondern nach Bedürftigkeit der Kommunen verteilt werden. Ich hoffe jetzt darauf, dass die Große Koalition dies erkennt und hilft, die Benachteiligung unserer Region zu beenden.“
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Wolfgang Kill aus Gladbeck | 21.12.2013 | 13:37  
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