„Familie ist da, wo wir einander nah sind“

Die „Familienplakate“ sind ab sofort im gesamten Stadtbild präsent.
Familie ist Nähe, Halt, Geborgenheit. Hier machen Kinder ihre ersten Schritte, hier lernen sie für das Leben - hier entsteht Zukunft. Die Plakatkampagne „Eltern bilden unsere Zukunft“ der Stadt Gladbeck rückt nun diese „kleinste demokratische Zelle“ (Zitat des Schauspielers Günter Strack) in den Mittelpunkt. Die fünf Plakate, auf denen drei Gladbecker Familien abgebildet sind, sind ab sofort im Stadtbild präsent.

„Die Familie ist seit einigen Jahren ein Schwerpunktthema“, so Bürgermeister Ulrich Roland bei der Präsentation der Plakate. „Mit dieser Aktion wollen wir uns bei den Gladbecker Eltern bedanken, die Verantwortung übernehmen, und bei denen die Erziehung reibungslos läuft.“
Gleichzeitig soll denjenigen Eltern, die Schwierigkeiten bei der Erziehungsaufgabe haben, Mut gemacht und Unterstützung angeboten werden. Stellvertretend wurden Familie März aus Ellinghorst, Familie Varol aus Stadtmitte und Familie Kaspar aus Brauck ausgewählt, denn man wollte bewusst auf professionelle Models verzichten.
„Sie waren uns als Menschen mit gesellschaftlichen Aufgaben bekannt und dienen damit als Beispiel für Mut und Engagement“, erklärt Bettina Weist, Leiterin des Amts für Bildung und Erziehung. Zudem spiegeln sie unsere bunte Stadtgesellschaft wieder - Familie Varol und auch der kleine Joel haben einen Migrationshintergrund.
Nun ist ja nicht jedermanns Sache, sein Konterfei auf unzähligen Plakaten abgebildet zu sehen. „Ich kann das verstehen“, schmunzelt Bürgermeister Roland. „Es ist ein komisches Gefühl sich selbst auf Plakaten zu sehen, ich kenne das aus dem Wahlkampf.“
Doch die drei Gladbecker Familien hatten zum Glück kein Problem damit, zusammen mit ihnen zusammen wurden auch die Slogans entwickelt, die auf den Plakaten zu lesen sind. So heißt es „Familie ist da, wo wir uns gegenseitig Halt geben“ oder auch „Familie ist da, wo wir uns füreinander Zeit nehmen“.
„Wir wollten mitmachen, das war für uns keine Frage“, so Silke März, Mutter von Florian (17) und Pflegemutter des vierjährigen Joel. „Wir zeigen damit, dass wir unsere Elternaufgabe ernst nehmen und können vielleicht auch anderen Familien Mut machen.“
Diese Einstellung vertreten auch die anderen Familien, allen hat die Aktion Spaß gemacht, alle stehen dahinter. Die Plakate werden in Kindertageseinrichtungen, in Familienzentren, in Schulen und öffentlichen Einrichtungen aufgehängt.
Bürgermeister Roland erhofft sich einiges von der Kampagne. „Sie soll nicht nur die Wertschätzung zeigen, die wir für die Eltern dieser Stadt haben, sondern sie soll auch jungen Menschen wieder Mut machen, Eltern zu werden.“
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