Gladbeck gehört zum "Armenhaus der Nation"

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(Foto: Lokalkompass)
Die Zahlen sind erschreckend und bestätigen die ärgsten Befürchtungen: Die "Emscher-Lippe-Region", zu der neben Gladbeck auch Gelsenkirchen und Bottrop zählen, gehört zu den "Armenhäusern der Nation".

Der vor wenigen Tagen herausgegebene "Armutsbericht" listet auf, dass in den drei Städten 20,4 Prozent aller Bewohner unterhalb der Armutsgrenze leben. Allein in Gladbeck waren Ende des Jahres 2016 rund 15,5 Prozent aller Einwohner, darunter tausende Kinder und Jugendliche, von "Hartz IV" abhängig. Und während bundesweit die Zahl der Arbeitslosen ständig sinkt, verharrt die Arbeitslosenquote in Gladbeck auf hohem Niveau, lag Ende Februar bei 12,5 Prozent.

Zweifelsohne versuchen die Verantwortlichen in den Rathäusern diese Probleme in den Griff zu bekommen, verweisen gerne auf prestigeträchtige Projekte, von denen man sich neue Arbeitsplätze verspricht. Vergessen wird dabei, dass für viele Jobs nur der Mindestlohn gezahlt wird. Wie bitte soll ein Alleinverdiener mit rund 1.400 Euro brutto im Monat eine mehrköpfige Familie ernähren?

Seien wir doch ehrlich: Eine spürbare Verbesserung der schlechten Lage ist so schnell nicht zu erwarten.
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