Gladbeck gewinnt bei "InnovationCity roll out"

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In Anwesenheit von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und NRW-Umweltminister Johannes Remmel konnte Bürgermeister Ulrich Roland die Ernennung entgegennehmen (Foto: Innovation City Management GmbH)

Oberhausen/Gladbeck. Unter dem Namen „InnovationCity roll out“ ist eines der größten Projekte des Strukturwandels im Ruhrgebiet gestartet. Eine strukturpolitische Anstrengung für das Ruhrgebiet, die gemeinsam vom Land Nordrhein-Westfalen und der Industrie finanziert wird.

Die vom Initiativkreis Ruhr getragene Innovation City Management GmbH ist Projektträger und wird von der RWE Stiftung für Energie & Gesellschaft, der NRW.BANK und dem Initiativkreis Ruhr unterstützt. Das Land NRW fördert das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Nach der offiziellen Benennung der Gewinner-Städte wird das Erfolgskonzept InnovationCity Ruhr auf weitere Kommunen im Ruhrgebiet ausgedehnt. Ziel ist es, den einzigartigen, initial für Bottrop entwickelten Prozess auf weitere Städte im Ruhrgebiet zu übertragen.

In insgesamt 20 ausgewählten Quartieren der Metropole Ruhr sollen ganzheitliche Quartiersentwicklungen nach dem Vorbild der „InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop“ initiiert werden. Am 2. Mai hat Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bei der offiziellen Bekanntgabe der 20 Gewinner-Quartiere des „InnovationCity roll out“ in Oberhausen neben weiteren Städten aus der Emscher-Lippe-Region Gladbeck mit zwei Quartieren ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um die Bereiche Rentfort-Nord und Gladbeck-Mitte, für die integrierte Konzepte zur Reduzierung der CO2-Emmission entwickelt werden.

Ganzheitlicher Ansatz


Mit dem Projekt „InnovationCity roll out“ soll durch Analyse, Konzeptentwicklung und der daraus folgenden Umsetzung eine deutliche CO2-Reduktion erzielt und die „Energiewende von unten“ weiter vorangetrieben werden. Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“.
NRW-Umweltminister Johannes Remmel erläuterte in einem Vortrag die Notwendigkeit, Klimaschutzmaßnahmen auf Quartiersebene zu bündeln. „Die Steigerung der Energieeffizienz durch die energetische Modernisierung von Gebäuden und ganzen Quartieren ist ein entscheidender Baustein, um die CO2-Emissionen zu reduzieren und Städte zukunftsfähig zu machen. Umso wichtiger ist es, dass wir entsprechende Best-Practice-Beispiele wie aus Bottrop auf andere Kommunen übertragen. InnovationCity ist Pionier und Vorbild auf dem Gebiet der ‚Energiewende von unten‘, die wir als Landesregierung gerne unterstützen“, so Minister Remmel.

Der „roll out“ ist ein wesentliches Element, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. In diesem historischen Dokument haben sich 195 Staaten u. a. dazu verpflichtet, den CO2-Ausstoß signifikant zu reduzieren und somit die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. „Dieser Absichtserklärung gilt es nun Taten folgen zu lassen, die insbesondere die Bereiche Wohnen, Energie und Stadtentwicklung beeinflussen werden. Eine ganzheitliche Herangehensweise ist notwendig, die die Stadt- und Quartiersentwicklung umfassend in den Fokus setzt und dabei Kommunen, Wohnungswirtschaft, Energieversorger sowie die Akteure vor Ort mit einbezieht“, erklärt Burkhard Drescher, Geschäftsführer der Innovation City Management GmbH.
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