Gladbecker GRÜNE lehnen Verkehrsversuch "Postallee" strikt ab

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Bernd Lehmann, GRÜNEN-Ratsherr und Stadtverbandssprecher der Partei.
Gladbeck: Postallee |

Gladbeck. Auf Konfrontatinskurs mit ihrem Koalitionspartner SPD gehen die Gladbecker GRÜNEN: Ein Test zur Öffnung der Postallee in Gegenrichtung sei unnötig, schreiben die GRÜNEN in einer Stellungnahme zur aktuellen Diskussion.


Und so verweist Stadtverbandsversprecher und GRÜNEN-Ratsherr Bernd Lehmann „...auf das Verkehrschaos, das wegen einer Baustellenumleitung Anfang Mai vor dem Rathaus zu besichtigen war. Das gewohnte, sichere Miteinander der Verkehrsteilnehmer war da nicht mehr möglich.“

Auf Youtube, so Lehmann weiter, seien die Autoschlangen noch zu bestaunen, die sich ausnahmsweise am 2. April durch Friedrich-Ebert-Straße und Postallee in Nordrichtung gequält hätten.

Die GRÜNEN selbst hatten das "Treiben vor dem Rathaus" gefilmt und ins Internet gestellt. Auf Facebook gab es in knapp hundert Kommentaren eine rege Diskussion zur Öffnung des Straßenzuges in Richtung Humboldtstraße.

Die meisten Nutzer sprachen sich nach Angaben der GRÜNEN gegen mehr Verkehr auf dem Rathausvorplatz aus. Die Befürchtungen, dass Fußgänger und Radfahrer den Bereich nicht mehr sicher queren können, haben sich nach Meinung der GRÜNEN in dem baustellenbedingten Verkehrsversuch bestätigt.

Die GRÜNEN verweisen in ihrer Stellungnahme zudem darauf, dass Postallee und Friedrich-Ebert-Straße als „verkehrsberuhigter Bereich“ ausgeschildert seien - im Volksmund auch Spielstraße genannt. Laut Verwaltungsvorschrift dürfe die Beschilderung nur bei „sehr geringem Verkehr“ angeordnet werden. Diese Vorgaben könne und werde das städtische Ordnungsamt nicht leichtfertig übergeht. Auch nicht für einen Verkehrsversuch.

Bernd Lehmann abschließend: „Die GRÜNEN wollen das kooperative Miteinander aller Verkehrsteilnehmer am Eingang der Hochstraße jedenfalls nicht aufs Spiel setzen und lehnen den Mehrverkehr ab.“

Keine Stellungnahme gibt es bislang von den GRÜNEN betreffs des ebenfalls von Bürgermeister Ulrich Roland vorgeschlagenen und von der SPD befürworteten Versuch, den Marktplatz in Stadtmitte zumindest teilweise als Pkw-Parkplatz freizugeben.
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