Gladbecker Linken-Vorsitzender Olaf Jung: "Mehr Geld für Erzieherinnen!"

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Der Tarifstreit ist immer noch nicht zu einem Ende gelangt. Die Gladbecker Linke solidarisiert sich mit den Erzieherinnen und Erziehern. (Foto: Archiv)
Gladbeck: Stadtgebiet | Am Mittwoch,15. April, demonstrierten rund 12.000 streikende Erzieherinnen aus ganz Nordrhein-Westfalen für die Aufwertung ihrer Arbeit auf dem Dortmunder Friedensplatz. Olaf Jung, Vorsitzender der Gladbecker Ratsfraktion der Linken, solidarisiert sich mit den Streikenden, richtet sich mit einer Anfrage an Bürgermeister Ulrich Roland und bittet diesen, Stellung zum Tarifstreit zu nehmen.

Die Gewerkschaft ver.di fordert für alle Beschäftigten der „Sozial- und Erziehungsdienste“ eine höhere Eingruppierung und einen Lohnzuwachs von durchschnittlich zehn Prozent. Die Linke unterstütze die Forderungen mit Nachdruck, teilt Olaf Jung mit. Dabei gehe es nicht nur um gute und sichere Arbeitsplätze, sondern auch um die Anerkennung der KiTas als Bildungseinrichtungen mit einer großen gesellschaftlichen Verantwortung.

Niedriglöhne und unfreiwillige Teilzeit


Es gehe weiterhin um die Aufwertung von vermeintlichen Frauenberufen für „Hinzuverdienerinnen“, in denen die Beschäftigten bis heute mit Niedriglöhnen und unfreiwilliger Teilzeit abgespeist würden. Statt Wertschätzung und guter sicherer Arbeitsplätze seien Dumpinglöhne, befristete Verträge, unechte Teilzeit mit Vollzeitaufgaben und ständig steigende Erwartungen in den Sozial- und Erziehungsberufen trauriger Standard. Eine Erzieherin müsse heutzutage „gleichzeitig Popos sauber machen, Köpfe entlausen, Spracherziehung leisten und Vorschulkinder fördern.“

Um relevante Zahlen (Brutto-Verdienst der Beschäftigten, Zahl der Betroffenen) für die Situation in Gladbeck und die Einstellung der Verwaltung zu den ver.di-Forderungen zu ermitteln, richtete sich die Linke mit einer Anfrage an die Stadt Gladbeck.
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