GRÜNE erinnern an Fukushima

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(Foto: Bündnis90/Die GRÜNEN)
„Vor zwei Jahren wurde der Welt am 11. März auf erschreckende Weise die Unkontrollierbarkeit der Atomkraft vor Augen geführt“, mahnen die GRÜNEN zum Jahrestag der Katastrophe von Fukushima.

„Wir Grüne stehen für den Atomausstieg und für die Energiewende vor Ort“, so Stadtverbandssprecher Bernd Lehmann. „In Gladbeck haben wir in den letzten Jahren schon viel getan, um immer weniger auf Atomkraft angewiesen zu sein“, so der Grünenchef.

Mit dem Bürgersolarprojekt, das gemeinsam mit der Gladbecker Gesellschaft von Klaus Schulze-Langenhorst umgesetzt wurde, sind inzwischen alle geeigneten Dächer von städtischen Immobilien mit Photovoltaikanlagen bestückt worden. Die Solaranlagen produzieren rund 1.530 MWh pro Jahr und können 440 Drei-Personen-Haushalte mit atomfreier Umweltenergie versorgen.

„Auch die Möglichkeiten zur Windenergienutzung haben wir in Gladbeck im letzten Jahr ausgebaut“, so Lehmann. In Rentfort und Ellinghorst hat der Rat zwei Windkraftkonzentrationszonen ausgewiesen, die Platz für insgesamt vier Windräder mit einer Leistung von zusammen über 9.000 MW-Jahresstunden bieten. Ein erstes Windrad mit einer Leistung von 2.300 MWh pro Jahr ist bereits in Betrieb gegangen und kann rd. 610 Drei-Personen-Haushalte mit Gladbecker Ökoenergie versorgen. Die Grünen unterstreichen, dass sie sich im Sinne der lokalen Energiewende für eine dritte Windkraftzone auf der Mottbruchhalde eingesetzt hätten, die aber an der Blockade der Ratsmehrheit gescheitert sei.

„Zentrales Ziel ist aber“, ergänzt die Grüne Co-Sprecherin Simone Steffens, „erst gar keine Energie zu verbrauchen und den Energiebedarf zu senken!“ In den letzten 15 Jahren konnte der Strombedarf für die kommunalen Liegenschaften um knapp ein Drittel - also 2.054 MWh - reduziert werden.

Die GRÜNEN wollen weitere Einsparungen generieren. Gemeinsam mit der SPD haben sie erfolgreich einen Antrag in den Schulausschuss eingebracht, einen weiteren Klimamanager einzustellen, der die Schulen bei Energiesparmaßnahmen unterstützt.

„Allein mit Photovoltaik, Wind und Energieeinsparung haben wir Gladbecker 10 Prozent eines Atomkraftwerks ersetzt“, so Steffens. „Aufgrund der steigenden Strompreisen verlieren viele Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen in die Energiewende. Daher brauchen wir eine faire Kostenverteilung unter Einbeziehung der industriellen Großverbraucher, um die Privathaushalte zu entlasten.“
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Bernhard Ternes aus Marl | 11.03.2013 | 20:53  
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