IHK: Die Strassenplanung dauert zu lange

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Der Hauptgeschäftsführer der IHK Münster, Hr. Schulze-Übbing, hat im Wirtschaftsteil der WAZ vom 20.10.2016 mehr Strassenbau gefordert. Dazu hat der Vorsitzende des Bürgerforums Gladbeck, Dr. Norbert Marissen, wie folgt Stellung genommen.

In seiner schriftlichen Antwort teilt er mit: „Grundsätzlich teilen wir, das Bürgerforum Gladbeck, Ihre Meinung, die Sie im Artikel der WAZ „IHK: Straßenplanung dauert zu lange“ vom 20.10.2016 geäußert haben. Unsere Wirtschaft braucht leistungsfähige Verkehrsverbindungen. Und niemand, sei es der Brummifahrer oder der Pendler, steht gern im Stau, weil bedarfsgerechte Straßen und attraktive andere Verkehrsmöglichkeiten fehlen.“

Weiter sagt er: „Dass das Land NRW ungeachtet eines hohen Bedarfs dem Bund Geld zurückgeben muss, ist auch aus unserer Sicht schmerzlich. Flüssiger Verkehr ist aber nicht Selbstzweck. Planung, der Bau von Infrastrukturen und der laufende Verkehrsbetrieb haben dienende Funktion für die Menschen und ihre Unternehmen. Falls der Neubau von Straßen unumgänglich sein sollte, müssen sie so gebaut werden, dass sie den Menschen nutzen und ihnen so wenig wie möglich schaden. Deshalb ist der Verkehrsbau in dicht besiedelten Regionen so sensibel. Wer einseitig im Interesse des Verkehrs immer schnellere Verbindungen fordert, wird an den Menschen und den zu ihrem Schutz erlassenen Vorschriften scheitern.“

Im Hinblick auf die Situation in Gladbeck gibt er zu bedenken: „So darf beispielsweise die A52 und der Überflieger und Kreuz mit der A2 deshalb nicht quer durch die City von Gladbeck gebaut werden, weil sie die Gesundheit vieler Menschen konkret gefährden würde. Gefahrenabwehr für Gesundheit und Umwelt hat Vorrang vor dem Bau der Autobahn. Für die Beseitigung des Engpasses B224 gibt es, zumindest in diesem Fall, gute Alternativen, die im Interesse der Transportwirtschaft und der Industrie ohne hohe Gefährdungspotentiale und komplexe Verfahren realisiert werden können. Solche Alternativen hat das Bürgerforum in seinem „Plädoyer für eine bessere Mobilität“ konkret nachgewiesen. Auch andere Autoren haben Vorschläge erarbeitet, denen man nur zu folgen braucht, um, ganz in Ihrem Sinne, einen verbesserten Verkehrswert zu erreichen.

Trotz einer anderen Sichtweise der Verkehrsprobleme gibt es auch Übereinstimmung. „Ihre Forderung nach mehr Planungspersonal, um in erster Linie die Einhaltung von Gesundheits- und Umweltschutzbestimmungen zu garantieren, unterstützen wir.“
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4 Kommentare
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Klaus-H Weissmann aus Gladbeck | 27.10.2016 | 14:21  
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Kurt Rohmert aus Gladbeck | 27.10.2016 | 18:39  
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Klaus-H Weissmann aus Gladbeck | 28.10.2016 | 11:51  
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Kurt Rohmert aus Gladbeck | 28.10.2016 | 19:03  
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