Ist der Stärkungspakt, für die vor der Pleite stehenden Kommunen ausreichend?

Jahrelang haben sich die Länder auf Kosten der Kommunen, ihren Haushalt aufgebessert. Genützt hat es ihnen auch nicht, denn die Schulden sind auch bei den Länderhaushalten weiter angestiegen. Jahrelang fordern Kommunalpolitiker, dass Gemeinden und die Städte endlich von Bund und Land eine Entlastung bekommen, da sie sonst nicht mehr ihre Pflichten nachkommen können. Nun hat man Gehör gefunden und die Städte die vor der Zahlungsunfähigkeit standen konnten einen Stärkungspakt beitreten. Die Kommunen bekommen aus dem Stärkungspakt je nach Notwendigkeit einige Millionen Euro mit der Auflage, dass sie bis zum Jahre 2021 einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen müssen. Die Frage ist nun, ist dieses Geld, dass sie bekommen ausreichend um einen, wie gesagt ausgeglichenen Haushalt zu erreichen?? Experten gehen davon aus, dass dieser Zuschuss bei weiten nicht ausreicht. Viele Kommunalpolitiker haben noch nicht gemerkt, bis heute noch nicht, dass man sie, wie einen Tanzbär einen Führing durch die Nase gezogen hat und durch diesen Stärkungspakt, sie nur noch ein ausführendes Organ sind, um alles mögliche einzusparen was die Kommune hergibt. Sollte es nicht funktionieren, weil zum Beispiel, Politiker der verschiedenen Parteien sich zum Sparhaushalt nicht einigen können, dann kommt der große Sparkommissar und wird dann den Kommunalpolitikern zeigen, wo und wie gespart werden muss. Ich denke hier hat sich die Kommunalpolitik, die dem Stärkungspakt beigetreten sind, in eine Abhängigkeit gebracht, wo sie auch nicht mehr zurück können. Zwar hat man in den vergangenen Jahren beim Bund und Land, wegen der schlechter werdenden Zahlungsverpflichtungen lauthals protestiert, aber nicht in der Art, dass zum Beispiel, alle Städte und deren Landtagsabgeortneten denen es schlecht ging, mit geballter Kraft, gegen eine Umverteilung von Steuereinnahmen nicht mit aller Härte vorgegangen ist. Der Druck auf Bund und Land waren einfach nur kleine Säufzer. Man hatte eher den Eindruck, dass man vor der Politik beim Bund und Land gekuscht hat.
Mein Fazit ist, wenn die Kommunen nicht Zusätzliche Entlastungen bekommen, wird es aus meiner Sicht unmöglich sein 2021 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.
Entweder entlasten Bund und und Länder die Kommunen mit einer anderen Steuerpolitik, zwecks EINNAHMENVERBLEIB bei den Kommunen, ansonsten sehe ich schwarz, dass unsere Städte bald wie Ruinen aussehen.
Ich hoffe, dass ein Regierungswechsel 2013 alle Bedenken, die nun einmal da sind, sich zum positiven entwickeln.

Mit freundlichem Gruß
Jürgen Fehst.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen Webseiten Senden
1 Kommentar zum Beitrag
434
Rene' Potratz aus Gladbeck am 01.07.2012 um 12:50 Uhr  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.

Meistgelesene Beiträge des Autors

Offener Brief an die Landesregierung, zwecks Rauchverbot 5

Jürgen Fehst aus Gladbeck | am 30.06.2012

Liebe Frau Kraft, liebe Frau Löhrmann, ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie, wird für viele Inhaber das AUS bedeuten. Genauso wird das Bedienungspersonal in Massen ihre Arbeitsplätze verlieren. Die bisherige Verbotsverordnung sieht vor, dass in öffentlichen Gebäuden, zum Beispiel Finanzämter, Gesundheitsämter,Rathäuser, Bahnhofshallen usw. nicht geraucht werden darf. Nun soll ein totales Rauchverbot für die...

SPD Troika will Rentenniveau auf 43% absenken. 3

Jürgen Fehst aus Gladbeck | am 25.09.2012

Nach der gestriegen SPD Debatte, konnte noch einmal durch den Arbeitnehmerflügel, dass Vorhaben von Gabriel, Steinmeier und Steinbrück, dass Rentenniveau auf 43% abzusenken verhindert werden. Die Absicht von den drei Bundeskanzlerkandidaten besteht aber immer noch und deshalb will man auf einen kleinen Parteitag am 24. November eine Entscheidung treffen. Diese Absicht zeigt doch deutlich, dass man auf dem Weg der Agenda...

Kann der S04, den 3. Platz der letzten Saison 2012/2013 bestätigen?? 1

Jürgen Fehst aus Gladbeck | am 11.07.2012

Man muss ja ohne wenn und aber, den 3. Platz der Schalker, der die Teilnahme an CL bedeutet hoch anerkennen. Hub Stevens hat wieder einmal seine Philosopie des Fussballspielens, sehr gut auf die Spieler übertragen können. Nun taucht die Frage auf, kann der S04 zumindest den dritten Platz in der neuen Saison wiederholen?? Nachdem der Kader im großem und ganzem zusammengeblieben ist, ( außer der Wechsel von Raul ) wird es auch...

Ähnliche Beiträge

Wird die Soziale-Liste aufgelöst ?? Teil II   4

Rainer Szczepski aus Gladbeck | am 12.05.2013

Inzwischen hat Herr Dorka gerade noch fristgerecht dem Bürgermeister Ulrich Roland ein Schreiben übermittelt, bezüglich dem Haupt und Finanzausschuss über die Umbesetzung der Ausschüsse. Herr Dorka hat heute seine Zustimmung für die vereinbarte Umbesetzung verweigert und somit sein Wort gebrochen, so dass die Umsetzung nicht wie vereinbart fristgemäß erfolgen kann, sondern nur in geänderter Form.   Diese Umbesetzung...

Offener Brief an den Bürgermeister Ulrich Roland 1

Rainer Szczepski aus Gladbeck | am 08.05.2013

Herr Roland, sie und einige andere Personen im Rathaus und im Jobcenter Gladbeck kennen mich als sehr kritischen Bürger. Meine Kritik richtet sich immer auf den Bezug der Tätigkeit der jeweiligen Personen, sie betreffen nicht diese Personen als solche, dies möchte ich einmal an dieser Stelle deutlich machen. Herr Bürgermeister , sie haben inzwischen einige Dokumente über die Fraktion Soziale -Liste vorliegen , die...

Stellungnahme zur Fraktion Soziale-Liste 24

Rainer Szczepski aus Gladbeck | am 19.05.2013

Stellungnahme zur Fraktion Soziale-Liste Bei der Sitzung des Haupt - und Finanzausschusses am 13.05.2013 sollte die Parität der Fraktion Soziale-Liste wieder hergestellt werden. Aber die Umbesetzung der Posten der Sachkundigen Bürger wurde nicht so durchgeführt wie es Herr Dorka vorher schriftlich angekündigt hat. Somit ist die Parität in der Fraktion wieder nicht hergestellt worden, sonder hat sich zu Ungunsten der...