Jusos informieren sich zur Zukunft des Braunkohletagebaus Garzweiler

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1,2 Milliarden Tonnen Kohle, 1.530 Bergleute, die Jusos Gladbeck erkundeten am vergangenen Samstag zusammen mit den Jusos Bottrop die Welt des Tagebaus Garzweiler.

Braunkohle hat nach wie vor einen großen Anteil am produzierten Strom in Deutschland. Der Tagebau Garzweiler erstreckt sich zurzeit westlich von Grevenbroich bis in das südliche Stadtgebiet von Erkelenz. Er bewegt sich seit 2006 im Anschlussfeld Garzweiler II und umfasst ein Abbaugebiet von insgesamt 110 km².

Doch die Verstromung von Braunkohle sorgt gerade unter ökologischen Aspekten zurecht für viel Kritik. Wir wollen weg vom Öl und anderen fossilen Energiequellen. Unser Ziel ist ein Zeitalter der erneuerbaren Energien: Bis 2020 soll der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung auf mindestens 35 % steigen, bis 2050 auf über 80 %.

Kaum ein anderes Bundesland erlebt diesen Wandel so intensiv wie Nordrhein-Westfalen. Der Braunkohletagebau im Süden Nordrhein-Westfalens liefert seit Jahrzehnten einen verlässlichen wichtigen Energieträger. Tausende Arbeitsplätze sind direkt und indirekt abhängig vom Abbau der Braunkohle in der Region.

Angesichts der technischen und gesetzlichen Entwicklungen im Bereich des Strommarktes stellt sich die Frage: Wie zukunftsfähig ist die Braunkohle? Oder anders gefragt: Hat sie als Energieträger ausgedient? Wie kann der absehbare Strukturwandel in den Bergbauregionen sozial verträglich gestaltet werden? Und im Rahmen unseres Themenschwerpunktes: Was passiert mit den Ausbildungsplätzen?

Für uns Jusos steht fest: „Wir dürfen die Augen nicht vor der Zukunft verschließen. Die Energiewende ist notwendig und die Braunkohle wird mittelfristig ausgedient haben“, so Benedikt Kapteina, Vorsitzender der Jusos Gladbeck. „Wir Jusos setzen uns gemeinsam mit der SPD für eine klimafreundliche, sichere und bezahlbare Energieversorgung ein. Die Kosten der Energiewende müssen von allen Verbrauchern gerecht und in angemessenem Umfang getragen werden“, bekräftigt der Juso-Pressesprecher Dustin Tix.
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