KiTa-Streik: Gladbecks Beschäftigte kündigen weitere Aktionen an

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Die Streikdelegierte Astrid Polenz ist überrascht und verärgert über den Schlichtungsvorschlag durch den Arbeitgeberverband.
Gladbeck: Stadtgebiet | Die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes der Stadt Gladbeck zogen nach der Vereinbarung der Streikpause am vergangenen Montag, 8. Juni, eine Zwischenbilanz. In Absprache mit der ver.di Gladbeck bewerteten die Beschäftigten die augenblickliche Situation des Streiks wie folgt:

In der letzten Woche seien die streikenden Erzieherinnen und Sozialarbeiterinnen der Stadtverwaltung von der durch die Arbeitgeber vorgeschlagenen Schlichtung und der sich daraus ergebenden vorübergehenden Aussetzung des Streikes aufgrund der Friedenspflicht überrascht worden. In einer Mitteilung von ver.di und Beschäftigten heißt es, kurz vorher hätten die Streikenden ihrer Delegierten Astrid Polenz für die bundesweite Streikkonferenz in Frankfurt noch mit auf den Weg gegeben: „Wir streiken solange weiter, bis ein akzeptables Ergebnis vorliegt. Wir lassen uns nicht endsolidarisieren und spalten. Wir fordern eine Aufwertung für alle und nicht nur für wenige, die letztendlich noch darum kämpfen müssen.“

"Reine Hinhaltetaktik"


Astrid Polenz zeigt sich verärgert über die jüngsten Entwicklungen des Streiks:
„Der Bundesvorsitzende Frank Bsirske berichtete, dass die Arbeitgeber sieben Stunden vor Beginn der Streikdelegiertenkonferenz gegen jegliche Vorabsprache die Schlichtung vorschlugen. Dem konnte ver.di sich nicht verschließen. Die Delegierten waren nicht bereit, sich durch diesen Schachzug der Arbeitgeber, der reine Hinhaltetaktik ist, entmutigen zu lassen. Das einstimmige Votum der Delegierten ist: Während der Schlichtungsphase werden Aktionen nun in der Freizeit fortgesetzt, um das Signal zu senden, dass wir uns nicht spalten und entmutigen lassen. Wir haben durch unsere Aufwertungskampagne eine Bewegung in Gang gesetzt, die sich nicht durch eine Aussetzung des Streikes beenden lässt.“

Darüber hinaus geben sich Beschäftigte auch während der Streikpause kämpferisch. Viele Eltern hätten den Erzieherinnen Mut gemacht, weiter zu streiken. „Trotz der eigenen Betroffenheit drückten Eltern ihre Wertschätzung für die Arbeit des Sozial- und Erziehungsdienstes aus. So kam zum Beispiel von vielen Eltern Zuspruch: ‚Haltet durch, ihr habt Aufwertung und bessere Bezahlung verdient.‘“ Für Astrid Polenz steht fest: „Durch diese anhaltende Unterstützung werden wir als Streikmannschaft im Standby-Modus darin bestärkt, in unserer Freizeit weitere Aktionen durchzuführen.“
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