LINKE schlägt Alarm: Kein Lärmschutz mehr für die Brillenteiche in Wittringen?

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Seit 2010 gehörten die "Brillenteiche" im Wittringer Wald und auch die benachbarte Tennishalle zum so genannten "ruhigen Gebiet".
Gladbeck: Brillenteiche Wittringen |

Gladbeck. Auf Grundlage der Lärmkartierung aus dem Jahr 2009 hat die Stadt Gladbeck im Jahr 2010 einen ersten "Lärmaktionsplan" aufgestellt. Der Plan stellte die Situation in Gladbeck im Bereich des Straßen- und Schienenverkehrs dar.

Als konkrete Maßnahme wurde in diesem Zusammenhang ein ruhiges Gebiet im Bereich "Wittringer Wald" ausgewiesen. Denn klar definiertes Ziel der "Umgebungslärmrichtlinie" ist es, ruhige Gebiete als Orte des Rückzuges und der Erholung vor einer Zunahme des Lärms zu schützen.

Doch nun schlägt die Gladbecker LINKE Alarm: Im neuen Entwurf für die Fortschreibung des Lärmaktionsplanes soll nun das ruhige Gebiet im Wittringer Wald entlang der Autobahn A 2, der Bahntrasse und auch der B 224 deutlich verkleinert werden. Demnach wären die "Brillenteiche" und auch die Tennishalle des "Tennis-Club Haus Wittringen" nicht mehr Bestandteil des ruhigen Gebietes.

"Die Umgebungslärmrichtlinie gibt vor, dass Veränderungen im Umfeld der ruhigen Bereiche auch der Lärmminderung dienen sollen," erläutert LINKE-Fraktionsvorsitzender Olaf Jung. "Auch wenn im Zuge der wieder aufgeflammten Autobahndiskussion in der Verwaltung niemand davon ausgeht, mit dem angekündigten Lärmschutz den jetzigen Zustand verbessern zu können, dürfen mögliche Hürden, die dem geplanten Autobahnkreuz im Wege stehen, nicht abgeräumt werden. Dies zeugt von wenig Selbstbewusstsein und widerspricht der Zusicherung des Bürgermeisters, den Ratsbürgerentscheid zu beachten," sieht Jung Ungemach auf die Gladbecker zukommen.

Die Ratsfraktion DIE LINKE sehe, so Jung, keinen Grund, am aktuellen Status des ruhigen Gebietes etwas zu ändern. Daher habe man den unveränderten Schutz des Erholungsgebietes Wittringen im Lärmaktionsplan beantragt.
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2 Kommentare
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Franz Kruse aus Gladbeck | 08.08.2013 | 17:14  
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Jürgen Fehst aus Gladbeck | 08.08.2013 | 17:42  
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