Ministerin Sylvia Löhrmann besuchte Kästner-Realschule

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Die Schüler begrüßten Sylvia Löhrmann mit einem Ständchen und dem "Becher-Rap".
Gladbeck: Kortenkamp 11 | Dass Sylvia Löhrmann eine echte „Ruhrpottpflanze“ ist, das merkte man, als die NRW-Bildungsministerin bei ihrem Besuch der Erich-Kästner-Realschule ganz selbstverständlich Sauerampfer aus dem Schulgarten probierte. Herzlich und humorvoll wirkte die gebürtige Essenerin, die auf Einladung von fünf Kästner- Schülerinnen nach Gladbeck gekommen war.

Diese hatten die 56-Jährige bei der Präsentation ihres Projekts im Rahmen des Wettbewerbs „Starke Schulen“ eingeladen.

Starke Schule in Brauck

Die Erich-Kästner-Realschule hatte im März den zweiten Platz bei diesem Wettbewerb belegt. Bei der Preisverleihung in Düsseldorf hatten die fünf selbstbewussten Mädchen Sylvia Löhrmann überzeugen können, sich vor Ort selbst ein Bild von der „starken Schule“ in Gladbeck zu machen. Und empfingen die GRÜNEN-Politiker dann auch als engagiertes Reiseleiter-Team, dass dem hohen Besuch alles Interessante zeigte.

Dies natürlich mit Unterstützung von Schulleiter Gerd Weggel, weiteren Lehrkräften und vielen Mitschülern sowie Bürgermeister Ulrich Roland und Vertretern der Stadtverwaltung. Die Klasse 7b begrüßte die Ministerin mit einem Ständchen und dem „Becher-Rap“, bei dem die Mädchen und Jungen ihre Konzentrations- und Koordinationsfähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis stellten.

Schulgarten und Sauerampfer

Auf dem Weg durch das Schulgebäude durfte sich die Ministerin dann auch im Klassenbuch verewigen - einem großem Wandgemälde - und bewunderte die vielen Auszeichungen, die die Schule bereits erhalten hatte, wie das „Gütesiegel für individuelle Förderung“.

Im Schulgarten zeigte sich Sylvia Löhrmann höchst interessiert an den vielen unterschiedlichen Projekten. Auch vor dem naturwissenschaftlichen Bereich scheute sich die Bildungsministerin nicht und machte bereitwillig bei einem Chemieexperiment mit.

Wie gut die Schule in Vergleich mit anderen dasteht, das machte Schulleiter Weggel im Anschluss deutlich. „In den letzten 20 Jahren hat sich hier viel getan“, erklärte er der Ministerin.

Fördern statt Sitzenbleiben

So war die Schule im Gladbecker Süden die erste in Deutschland, die Ökologie als Wahlpflichtfach eingeführt hatte - ein Umstand, der Sylvia Löhrmann besonders gut gefallen haben müsste. „Wir haben eine Lernzeitgarantie, bei uns gibt es keinen Unterrichtsausfall, ebenso wenig verlässt kein Schüler ohne Abschluss unsere Schule“, zeigte sich Weggel stolz. Die individuelle Förderung sowie das schulinterne Programm “Fördern statt Sitzenbleiben” zeigten großartige Erfolge - so waren im letzten Jahr von 617 lediglich drei Schüler von einer Wiederholung betroffen.

Auch Bürgermeister Ulrich Roland lobte die Einrichtung am Kortenkamp, die „sich entschieden hat, die Verhältnisse selbst zu gestalten und sich zu ersten Adresse entwickelt hat“.

Sozial gerecht und leistungsstark

Sylvia Löhrmann betonte ihrerseits, dass sie rund 70 Besuche jährlich vor Ort in Schulen mache und das die Erich-Kästner-Realschule sie besonders durch das gute Klima, das hier herrsche, beeindruckt hätte. Auch der ganzheitliche Lernansatz sei ein gutes Beispiel, das sie für das gesamte Schulsystem empfehle.

„Man kann hier klar erkennen, das sich eine sozial gerechte und leistungsstarke Schule nicht einander auschließen müssen, so die Ministerin und schloss mit den Worten. „Wir haben nur die Schätze, die in unseren Kindern schlummern, diese müssen wir heben.“

Zum Ende ihres Besuchs trug sich die Bildungsministerin in das Goldene Buch der Stadt Gladbeck ein.
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