Neujahrsempfang: Verhaltener Optimismus

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Hunderte von Gästen besuchten den Neujahrsempfang. (Foto: Braczko)
 
Margret Lindenberg, die den „Verein zur Förderung der Gladbecker Wirtschaft“ lange organisatorisch leitete, bekam zum Abschied nach langjährigem Einsatz von Bürgermeister Roland einen Blumenstrauß. (Foto: Braczko)
Gladbeck: Sparkasse Gladbeck, Friedrich-Ebert-Straße 2 | Schon fester Bestandteil zum Jahresanfang ist das Neujahrstreffen der Gladbecker Wirtschaft, am Freitagabend veranstaltet in der Sparkasse. Die Versammlung ist die Gelegenheit, auch unbequeme Positionen zu vertreten, aber die beiden Hauptredner, Bürgermeister Roland und der VGW-Vorsitzende Hand-Georg Wilk hielten sich zurück, nur beim Thema A52 gab es unterschiedliche Positionen.

Vorher brachte Annette Sojcic den Kinderchor der Josefschule mit, ergänzt von einem Kulturbeitrag der besonderen Art: Drei Ballerinas der Gladbecker Musikschule tanzten nach der Muik von Peter Iljitsch Tschaikowskys Nussknackersuite. Die drei jungen Damen und ihre Ballettchefin Valentina Spadoni erhielten dafür besonderen Beifall.

Toleranz und Solidarität


Ulrich Roland ging aktuell auf die von Islamisten angerichteten, feigen Morde in Frankreich ein: „Bei uns im Ruhrgebiet leben Menschen aus einhundert Nationen friedlich zusammen, das hat auch etwas mit bergmännischen Tugenden wie Toleranz und Solidarität zu tun. Roland dazu: „Wir brauchen keine Strenggläubigen, gleich welcher Religion, die den Rest der Welt als ungläubig verachten!“

Langer Atem


Besonders freute sich Roland über die Neugestaltung der Innenstadt, denn „der Umbau verlief reibungslos, die Reaktionen sind absolut positiv!“ und weiter: „Die Abrissgenehmigung für das Schönhoff-PC-Eckhaus am Marktplatz ist erteilt – in Butendorf geht es nach dem Verkauf des Möbelhauses Tacke endlich weiter, am „Roten Turm“ zieht neues Leben ein. Bei Hertie, Lueg und dem Hochhaus Schwechater 38 brauchen wir aber noch einen langen Atem!“

Das Land begeht Wortbruch


Roland weiter: „Wir bauen Sportplätze und Schulen zurück, investieren gleichzeitig in eine moderne Infrastruktur. Der Stadtchef freute sich besonders über das neue Sportareal am Heisenberg-Gymnasium und die Aufwertung von Nordpark, Jovy- und Rathausumfeld. Zur A52 führte der Bürgermeister aus: „Die Bürgerinnen und Bürger haben anders entschieden, das ist Demokratie, die Planungen werden aber weiter betrieben – das Land begeht Wortbruch! Das bedeutet ein riesiges Autobahnkreuz direkt in der Nähe Wittringens, deutlich mehr Lärm und Verkehr und die Abbindung des Gewerbeparks Brauck!“

Kraft, Zuversicht und Optimismus


Wirtschaftlich steht Gladbeck gut da, das Innovationszentrum Wiesenbusch ist gefragt wie nie und komplett ausgebucht!“ Zielsetzung der Verwaltung bleibt die Förderung der Familien und der Kinder: „Jeden Euro, den wir vorbeugend für den Nachwuchs ausgeben, sparen wir an späteren Reparaturkosten!“ Zum Abschluss seiner Rede meinte Roland: „Wir brauchen im neuen Jahr Kraft, Zuversicht und Optimismus - aber zu dem Zeitpunkt hatten die Beucher der Neujahrsfeier noch nicht die Information, dass die Schweizer mit ihrer Währungspolitik der Stadt ein Zwei-Millionen-Loch bescherten.

"Ja" zum A52-Ausbau


Der VGW-Vorsitzende Hans-Georg Wilk aus Oberhausen forderte ein klares „Ja“ zum A52-Ausbau, das sieht der VGW genau so, wie die Industrie- und Handelskammer. Wilk kritisierte weiterhin das Tariftreuegesetz, ein „aufgeblähtes Bürokratiemonster“ und führte kritisch aus, dass der Nachwuchs nur „bedingt ausbildungsfähig“ ist, das muß sich ändern. (Peter Braczko)
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