Radschnellweg GLA-BOT-E: ADFC erkundet alternative Route

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Vera Bücker und Heinz Brockmann (Bildmitte) favorisieren den Alternativweg über die nicht mehr gebrauchte Hafenbahntrasse. Foto: Braczko

Die Planungen für den Radschnellweg Gladbeck-Bottrop-Essen sind kaum veröffentlicht, schon gibt es Kritik. Zu nah am Autoverkehr führe die geplante Strecke entlang, so der ADFC. Mitglieder des Fahrradclubs aus Gladbeck und Bottrop suchten nun nach einer Alternativroute.

Gemeinsam radelten ADFC-Mitglieder (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) aus Bottrop und Gladbeck vom Rathaus über Bottrop nach Essen. Bereits vor der Freitags-Tour formulierten die Gladbecker ADFC-Vertreterin Dr. Vera Bücker und ihr Bottroper ADFC-Partner Heinz Brockmann in einem Brief an den Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler starke Bedenken wegen der geplanten Radschnellweg-Führung über die vom Autoverkehr stark frequentierte Gladbecker Straße durch die Bottroper Innenstadt.

Autofreie Alternative

Die beiden ADFC-Gruppen entwickelten einen Alternativvorschlag, der diese gravierenden Nachteile nicht bietet. Dieser Weg führt über die alte, von den Bahn- und Hafenbetrieben nicht mehr verwendete Hafenbahntrasse autofrei bis kurz vor den Bottroper Hauptbahnhof.

In dieser Variante läuft die Zweirad-Trasse nicht komplett bis zum Rhein-Herne-Kanal, sondern am Tetraeder vorbei zum Bahnhof. Von dort aus kann die Strecke über einen Weg zur Bottoper Innenstadt führen. Das bringt folgende Vorteile: Durch eine Umsetzung des Radschnellwegs auf der Bahntrasse behindern die Radler nur wenige Straßenquerungen und gar keine Ampeln, was hohe Zweirad-Durchschnittsgeschwindigkeiten ermöglicht – und das ohne Abgasbelästigungen und Verkehrslärm. Der Weg verbindet zudem die Wohngebiete in Welheim und Ebel mit dem Radschnellweg und bietet damit ein größeres Einzugsgebiet. Dazu kommen Anbindungen an Bottroper Touristenziele wie den Tetraeder, die Ski-Halde und den Malakow-Turm.

Diesen Vorschlag wird der ADFC beider Städte dem RVR als "ökologisch vernünftige Streckenführung" unterbreiten, die nach Meinung der Experten eine große Chance für einen attraktiven Radschnellweg bietet, der diese Bezeichnung auch verdient.

(Text: Peter Braczko)
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