Stadt Gladbeck: Über Nacht um neun Millionen Euro ärmer geworden!

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Olaf Jung, Vorsitzender der LINKE-Ratsfraktion, ist entsetzt und auch verärgert: Durch eine Entscheidung der Schweizer Nationalbank ist Gladbeck sozusagen „über Nacht“ mal eben um 9 Millionen Euro ärmer geworden.

Gladbeck. Diese Entwicklung dürfte im Rathaus am Willy-Brandt-Platz für düstere Mienen gesorgt haben: Nachdem die Schweizer Zentralbank den Wechselkurs des Schweizer Franken freigegeben hat, hat der Euro im Vergleich zu der Währung der Eidgenossen um satte 14 Prozent an Wert verloren.

Und die Gladbecker LINKE hat sofort ausgerechnet, was dies für die Gladbecker Stadtkasse ausmacht: Die Stadt Gladbeck hält aktuell etwa 64 Millionen Euro an Schweizer Bankinstituten und die Entwicklung am Devisenmarkt bedeutet für Gladbeck einen Bilanzverlust von etwa neun Millionen Euro. „Die bislang erzielten Zinsvorteile von vier Millionen Euro sind da nur noch Makulator,“ rechnet LINKE-Ratsfraktionvorsitzender Olaf Jung dagegen.

Jahrelange Sparanstrengungen zunichte gemacht!


Olaf Jung führt weiter aus, dass sich die Stadt Gladbeck nie an spektakulären Finanzierungsmodellen und auch nicht am umstrittenen Cross-Border-Leasing oder gar an Zinswetten beteiligt habe. Doch das Spekulieren mit Währungen sei grundsätzlich nicht ohne Risiko, wie sich jetzt leider zeige.

„In den letzten Jahren sind in Gladbeck viele Leistungen gekürzt und die kommunalen Steuern dratisch erhöht worden,“ führt Olaf Jung weier aus. „Oft wird im Rat um geringe Beträge gestritten, die erforderlich sind, um eine städtische Leistung beizubehalten. Wenn man diesen Vorgängen an den Kapitalmärkten den Umgang mit dem städtischen Haushalt gegenüberstellt, dann wird deutlich, wie absurd die städtischen Sparanstrengungen sind. Mit einer Entscheidung können an den Kapitalmärkten jahrelange Sparanstrengungen zunichte gemacht werden.“
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