Ulrich Roland: "Der Rathausplatz ist für alle da!"

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Auf dem Rathausplatz findet am Samstag, 10. August, das erste gemeinsame Ramazan-Fest der drei islamischen Religionsgemeinschaften DITIB-Moscheegemeinde, Islamische Gesellschaft Milli Görus und des Interkulturellen Bildungszentrums statt. (Foto: Archiv)
Gladbeck: Rathauspark |

„Auf dem Rathausplatz, den wir bewusst nach Willy Brandt benannt haben, dürfen selbstverständlich alle Teile unserer Stadtgesellschaft feiern,“ sagt Bürgermeister Ulrich Roland.

Er widerspricht damit Forderungen der CDU, man hätte „für das Ramazanfest einen neutraleren Ort als den Rathausplatz wählen sollen.“
„Welcher Ort könnte neutraler sein, als der Platz vor dem Rathaus, in dem die gewählten Vertreter aller Gladbeckerinnen und Gladbecker im Rat unserer Stadt die wichtigen Entscheidungen für die Zukunft unserer Stadt treffen?“ fragt der Bürgermeister und erinnert daran, dass es gute Tradition sei, dass auf dem Willy-Brandt-Platz nicht nur Stadtfeste und Schützenfeste durchgeführt werden, sondern dass hier katholische Christen ihre Stadteucharistiefeier durchführen, dass sich gläubige Gewerkschafter seit Jahren zum Interreligiösen Gottesdienst am 1. Mai treffen, dass Pfadfinder ebenso zu Gast seien wie die Sternsinger.

Seit der Einweihung des Neuen Rathauses feierten regelmäßig Gladbecker unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Traditionen, Kulturen und Religionen einen gemeinsamen Familientag auf dem Willy-Brandt-Platz.

"Am Kindergesundheitstag kamen Anfang 2013 kleine Gladbecker aus den dritten und vierten Klassen der Grundschulen auf dem Willy-Brandt-Platz zusammen. Hier und im Rathaus werden katholische und evangelische Bischöfe ebenso empfangen wie Minister und Staatssekretäre unterschiedlicher Parteien und unterschiedlicher Herkunft," so Bürgermeister Roland.

„Daran hat bisher niemand Anstoß genommen. Insofern finde ich es ungewöhnlich und unpassend, wenn vom Sprecher der CDU gefordert wird, für das Ramazanfest einen neutraleren Ort zu wählen! Ich begrüße es ausdrücklich, dass dieses Fest offen, transparent und die gesamte Stadtgesellschaft einladend mitten in unserer Stadt gefeiert wird.“
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