„Zur katholischen Kirche: Herr, lass´ die Rendite stimmen!“

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Jens Bennarend, SPD-Stadtverbandsvorsitzender

Zur Schließung der Geburtshilfestation im Gladbecker St. Barbara-Hospital, teilt der SPD-Stadtverbandsvorsitzende, Jens Bennarend, folgendes mit:

„Auf dem Stadtparteitag der SPD-Gladbeck vom 12.November 2016 wurde die Resolution zum Erhalt der Geburtshilfestation im St. Barbara-Hospital einstimmig verabschiedet. Die SPD hatte schon im Sommer mit dem Antrag im Haupt- und Finanzausschuss die Problematik aufgezeigt, weil die Schließung der Geburtshilfe auch die von uns seit 2005 sehr erfolgreich vorangetriebene städtische Arbeit im Bereich der frühkindlichen Prävention ganz hart trifft.

Der von einigen Kirchenvertretern in den Raum gestellte Eindruck die KKEL sei aufgrund der Gesetzeslage zur Schließung der Geburtshilfe gezwungen, entbehrt jeglicher Grundlage. Durch die Mitteilungen der Geschäftsführung der KKEL wurde jetzt eines ganz deutlich: Die Schließung ist eine rein wirtschaftliche und aus Fusionsüberlegungen getroffene Entscheidung. Anders gesagt, die Rendite muss stimmen; das steht vor allen anderen Überlegungen einer sich weniger am Gemeinwohl oder der Daseinsfürsorge, sondern an wirtschaftsliberal-professionellen Vorstellungen orientierenden Kirche.

Diese Entscheidung passt ins Bild, das die katholische Kirche seit Längerem liefert. Seit geraumer Zeit zieht sie sich immer mehr aus der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung zurück. Hier ist beispielsweise die massenhafte Aufgabe von Trägerschaften an Kindertageseinrichtungen zu nennen. Zum Glück ist hier die Stadt eingesprungen. Das konnte sie, weil sich die katholische Kirche ohnehin schon lange aus der finanziellen Trägerschaft dieser Einrichtungen zurückgezogen hatte.

Das Engagement von Martin Löbbecke und der gesamten Elterninitiative für die Interessen der Hebammen und der betroffenen Eltern ist ein Einsatz für die Interessen der gesamten Stadt. Das ist gar nicht hoch genug zu würdigen. Danke dafür.“
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