Fettexplosion - Höhenrettung - Flammküchle

„Da ist er!“ Beim „Tag der offenen Tür“ der Feuerwehr Gladbeck erfolgte offiziell die symbolische Schlüsselübergabe für die neue Feuer- und Rettungswache durch Bürgermeister Ulrich Roland an Stadtbrandinspektor Josef Dehling. Fotos: Jung
 
Bei mehreren Showübungen stellten die Aktiven der Feuerwehr Gladbeck ihr Können unter Beweis. So wurde am Schlauchturm der Feuer- und Rettungswache gezeigt, wie im Ernstfall Personen auch aus luftigen Höhen gerettet werden können.
Gladbeck: Feuerwache, Wilhelmstraße 60 | Und am Ende spielte sogar das Wetter doch noch mit: Nachdem es bis in die Vormittagsstunden hinein regelrecht „gekübelt“ hatte, rissen die Regenwolken rechtzeitig auf und so konnte der „Tag der offenen Tür“, zu dem die Feuerwehr Gladbeck eingeladen hatte, bei doch noch recht passablen äußeren Umständen stattfinden.

Der Andrang der Gladbecker Bürger war denn auch riesengroß, denn viele Bewohner wollten sich nicht die Chance entgehen lassen, einen Blick hinter die Kulissen der komplett umgebauten und sanierten Feuer- und Rettungswache an der Wilhelmstraße zu werfen. Hier hatten die Bauarbeiter „Just in Time“ gearbeitet und so war die den Schlauchturm umhüllende Plastikhaube rechtzeitig verschwunden, nachdem die abschließenden Malerarbeiten an dem Turm nicht einmal 24 Stunden zuvor beendet werden konnten.

Stolze 4,6 Millionen Euro wurden in den letzten Jahren in die Umbau-, Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen investiert. 1,8 Millionen Euro stammen aus Mitteln des „Konjunkturpaketes II“, den „Hauptbatzen“ aber musste die Stadt Gladbeck aus eigenen Mitteln aufbringen. Erfreulicherweise wurde die errechneten Kosten nicht überschritten, was bei Maßnahmen dieser Größenordnung sicherlich nicht an der Tagesordnung ist.

Auf jeden Fall verfügt Gladbeck nun aber über eine nach modernsten Gesichtspunkten ausgestattete Feuer- und Rettungswache. Davon konnten sich die Gäste beim „Tag der offenen Tür“ bei den regelmäßig stattfindenden Führungen überzeugen. So gibt es für die hauptamtlichen Wehrleute endlich auch den heutigen Ansprüchen Genüge leistende Schlaf- und Sozialräume. Nicht fehlen darf eine funktional eingerichtete Küche, wo den Gästen sogar kostenlos kleine Häppchen gereicht wurden.

Freude auch bei den Aktiven des Löschzuges Mitte der Freiwilligen Feuerwehr, den ihr Traum von einem eigenen Gerätehaus mit angegliedertem Schulungsraum samt Sozialräumen ging endlich in Erfüllung.
So stand denn auch die symbolische Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Ulrich Roland an Stadtbrandinspektor Josef Dehling im Mittelpunkt des offiziellen Programms.

Dazu gab es aber noch viele Einsatz- und Informationsübungen, bei denen den interessierten Zuschauern gezeigt wurde, welche Gefahren eine aufgrund von Hitzeeinwirkung zerberstende Spraydose mit sich bringt, welche fatale Folgen es haben kann, wenn man brennendes Fett mit Wasser löschen will. Gespannt verfolgten die Zuschauer aber auch die Einsatzübungen, bei denen die Personenrettung aus luftiger Höhe gezeigt und auch das neuartige Löschsystem „Cobra“ vorgeführt wurde.

Auch die Kinder unter den Besuchern kamen auf ihre Kosten, konnten verschiedene Einsatzfahrzeuge aus nächster Nähe betrachten, auf dem Fahrersitz Platz nehmen, sich am „Rauchhaus“ als Brandbekämpfer versuchen und beim „Kistenklettern“ ihren Mut unter Beweis stellen.

Nicht zu kurz kam das leibliche Wohl, für das die Gladbecker Wehr mit selbstgebackenem Kuchen, Leckereien vom Holzkohlengrill und Getränken aller Art sorgten. Unterstützung erfuhr die Gladbecker Wehr dabei von einer dreiköpfigen Delegation aus dem badischen Reichenbach. Bei der dortigen Ortswehr leistet inzwischen der Ex-Gladbecker Mathias Zipfel seinen Dienst und mit zwei Kameraden war er aus dem Südwesten Deutschlands angereist, um die „Ruhris“ mit „Original Badischen Flammküchle“ zu verwöhnen.
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