Girokonto: Nach 10 Jahren kommt die Gladbecker Sparkasse um eine Gebührenerhöhung nicht herum

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Um „kostendeckend“ arbeiten zu können, erhöht die Sparkasse Gladbeck ab dem 1. Januar 2015 die Gebühren für Privat- und Geschäftsgirokonten. Schließlich, so die Sparkassen-Verantwortlichen, handele es sich dabei um die erste Gebührenerhöhung seit 10 Jahren.
Gladbeck: Sparkasse Gladbeck, Friedrich-Ebert-Straße 2 |

Mächtig viel Arbeit hatten in den letzten Tagen die Postzusteller in Gladbeck: Sie mussten nicht weniger als rund 35.000 Info-Briefe zustellen. Absender der Schreiben ist die Sparkasse, die ihre Kunden über die zum Jahreswechsel in Kraft tretenden Gebührenerhöhungen im Girokontenbereich informiert.

Besonders der Girokontenbereich habe aufgrund der heute zur Verfügung stehenden Technik eine rasante Entwicklung genommen, erläuterte Sparkassen-Direktor Walter Pietzka gegenüber der Presse. Und da man die Privat- als auch Geschäftsgirokonten stets auf dem neusten Stand halte, würden alle Sparkassen-Kunden automatisch von allen Verbesserungen sowie Neuerungen im Zahlungsverkehr profitieren. Dazu verfüge man mit chipTAN sowie dem smsTAN-Verfahren über die modernsten Online-Banking-Sicherheitsverfahren und die mobilen Banking-Apps der Sparkassen seien bundesweit die mit Abstand meist genutzten Banking-Apps im Bereich der Kredwirtschaft.

„SparkassenCard“ künftig kostenlos


Auch personell sieht Walter Pietzka die Sparkasse Gladbeck bestens aufgestellt: „Natürlich sind unsere Mitarbeiter auch immer persönlich für ihre Kunden da. Sowohl im Privatkunden- als auch im Geschäftsbereich gehört die umfassende Beratung durch einen persönlichen Berater an einem der sechs Standorte in jedem Gladbecker Stadtteil dazu.“

Allesamt Punkte, die den Sparkasse-Verantwortlichen als Gründe für die nun anstehende Gebührenerhöhung dienen. Hinzu kommt, dass seit 2003 im Privatgiro- und seit 2004 im Geschäftsgirobereich die Preise stabil gehalten wurden. „Welcher Geschäftsmann hat in den letzten 10 Jahren seine Preise nicht angehoben?“, fragt Walter Pietzka. Als - sicher nicht repräsentativen - Vergleich zieht er die Bierpreise auf dem Münchener Oktoberfest heran. Dort stieg der Preis für eine „Mass“ in den letzten 10 Jahren von 6,30 auf 9,40 Euro, also um satte 49 Prozent.

Eine derartige „Preisexplosion“ müssen die Kunden der Sparkasse Gladbecker allerdings nicht fürchten. Der Grundpreis für Privatgirokunden liegt ab dem 1. Januar 2015 bis 4 Euro pro Monat, Geschäftsgirokonto-Inhaber zahlen 6 Euro pro Monat. Und pro Buchungsvorgang werden 30 Cent berechnet. In den genannten Preisen sind die Kreditkarten- sowie Dauerauftragsgebühren und auch die Gebühren bei der Nutzung des smsTAN-Verfahren nicht enthalten.

Ab Januar 2015 einheitliche Tarife


Im Gegenzug dürfen sich die Sparkassen-Kunden aber auch über Vergünstigungen freuen. Die bislang fällige Gebühr für die „SparkassenCard“ entfällt komplett und im Privatkontenbereich entfällt darüber hinaus die Berechnung von Überziehungszinsen, sofern der Kunde sein Konto über den eingeräumten Dispositionskrede hinaus überziehen will.

Darüber hinaus wird die Sparkasse den Jahreswechsel nutzen, um die auf mehrere Jahre angelegte Servicegarantie-Aktion zu starten. Mit dem Leitspruch „Nicht ärgern - Wir sind für Sie da. Versprochen!“ beschreitet man gänzlich neue Wege. So können die Kunden an acht handfesten und wertvollen Service-Versprechen die Sparkasse Gladbeck messen. „Sollten wir doch einmal ein Versprechen nicht halten können, so entschuldigen wir uns beispielsweise bei unseren Kunden mit einer Gutschrift über 5 Euro auf dem Girokonto. Versprochen,“ so Daniela Niewarra, stellvertretende Leiterin des Privatkundengeschäftes.

Und Daniela Niewarra verteidigt ebenfalls die anstehenden Gebührenerhöhungen: „Vielleicht sollte sich jeder Mal die Fragen stellen: Wie viele Mitarbeiter vor Ort hat eine Direktbank? Wie viele Geschäftsstellen und Geldautomaten betreiben eigentlich die Großbanken in Gladbeck? Was tut eine ausländische Bank für Gladbeck und unsere Region?“

Filialen und Automaten im ganzen Stadtgebiet


Vielmehr, so gibt Daniela Niewarra zu bedenken, sei die Sparkasse Gladbeck im gesamten Stadtgebiet mit Filialen und Geldautomaten vertreten, wolle diese Dichte auch künftig aufrecht erhalten. Und Walter Pietzka ergänzt, dass allein im Jahr 2013 insgesamt 2 Millionen Euro an Steuern, Ausschüttungsbeträgen, Spenden sowie Stiftungsmittel an die Stadt Gladbeck sowie an verschiedene Institutionen und Vereine, somit an die Gladbecker Bürger, geflossen seien.

„Gewinnmaximierung ist nicht das Ziel der Sparkasse. Trotzdem darf man nicht vergessen: Wir sind ein Wirtschaftsunternehmen, das kostendeckend arbeiten muss, um im Wettbewerb zu bestehen,“ so Walter Pietzka abschließend.
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