Rot-Grün plant Weihnachtsbaumverbot im Wald - FDP sieht die Weihnachtsbaumtradition in NRW bedroht

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Wenn es nach dem Willen von Rot-Grün geht, sollen Weihnachtsbäume nicht länger im Wald angepflanzt werden dürfen. Dies sieht ein neues Landesforstgesetz vor, das Grüne und SPD im Januar einbringen wollen. Heinz-Josef Thiel von der Gladbecker FDP-Ratsfraktion findet das Vorhaben „absurd“.

Neues Vorhaben aus dem Kabinett der Kuriositäten: Die Fraktionen von SPD und Grünen wollen im kommenden Monat eine Änderung des Landesforstgesetzes einbringen, wonach neue Weihnachtsbaumplantagen in Zukunft nur noch außerhalb des Waldgebietes genehmigt werden sollen. Die Gladbecker Liberalen halten die geplanten Einschränkungen für abwegig: „Sollte tatsächlich ein allgemeines Anbauverbot kommen, müssten die Kunden über kurz oder lang auf Weihnachtsbäume aus dem Ausland zurückgreifen“, glaubt Thiel. „Für die Verbraucher ist es aber unmöglich, bei importierten Bäumen deren Anbauweise, die Belastung mit Pestiziden oder unnötig lange Transportwege nachzuvollziehen. Dass gerade die selbsternannte Umweltpartei diese Risiken in Kauf nimmt, spricht Bände.“

Rot-Grün argumentiert vor allem mit der einseitigen Belastung der Wälder durch Monokulturen. Bestehende Weihnachtsbaumplantagen sollen aber Bestandsschutz genießen. Heinz-Josef Thiel erklärt hierzu: „Viele Direktvermarkter sind durch die geplante Reform in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Die Anbauflächen dieser Händler sind so klein, dass sie weder das Landschaftsbild stören noch waldschädigend sind. Die vielen kleinen Betriebe in NRW bewirtschaften den Wald sorgsam und nachhaltig.“ Nur im Sauerland seien tatsächlich Weihnachtsbaumplantagen zu finden, die nach dem Sturm „Kyrill“ dort entstanden sind. „Der ganze Vorgang ist deshalb einfach absurd“, meint Thiel. Die schöne Weihnachtsbaumtradition sei in Gefahr, schließlich suchten sich viele Menschen in NRW ihren Weihnachtsbaum beim nahe gelegenen Bauern aus oder schlügen ihre Tanne gleich selbst.

Die FDP-Ratsfraktion fordert deshalb, die geplante Änderung am Landesforstgesetz zu unterlassen.
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2 Kommentare
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Wolfgang Kill aus Gladbeck | 18.12.2012 | 09:58  
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Georg Laacks aus Gladbeck | 18.12.2012 | 16:40  
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