Jugendfeuerwehr Gladbeck-Nord: Unterwegs im Dunkel der Unterwelt

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In weiße Arbeitskluft gekleidet besichtigte die Gruppe Nord der Jugendfeuerwehr Gladbeck das Salz-Schaubergwerk Dürrnberg bei Hallein in Österreich. (Foto: Jugendfeuerwehr Gladbeck)
 
Unter Tage wurde die Landesgrenze zwischen Österreich und Deutschland überquert. Das gefiel Fabian Bröß, Kevin Hirschmann, Nico Sowa und Thomas Pollack scheinbar sehr gut. (Foto: Jugendfeuerwehr Gladbeck)

Gladbeck/Wagrain. Vom sechsten Tag der Ferienfreizeit der Gruppe Nord der Jugendfeuerwehr Gladbeck-Nord berichtet "Grisu", Maskottchen der Gruppe:

In der Nacht hat es "gekübelt", die Wassermassen stürzten scheinbar ohne Ende vom Himmel. So ein Wetter, so die Einheimischen, gebe es nur ganz selten. Zur Frühstückszeit war die Quecksilbersäule auf gerade einmal auf 8 Grad gestiegen und auf den Gipfeln der Tauern wurden bis zu 30 Zentimeter Neuschnee gemessen. Und das am 14. Juli.

Trotzdem stiegen wir gut gelaunt in unsere Kleinbusse und machten uns (erneut) auf den Weg Richtung Salzburg. Auf der Anfahrt zur Autobahn konnten wir die Ergebnisse des Dauerregens betrachten: Aus kleinen Bächen waren innerhalb von nur einem Tag reißende Gebirgsbäche geworden.

Bei Hallein verließen wir die Autobahn, fuhren hinauf nach Dürrnberg. Der Besucherandrang war immens: An allen möglichen Stellen wurden Pkw geparkt, da alle ausgewiesenen Parkplätze (angeblich) besetzt waren. Unsere Feuerwehr-Fahrzeuge hinterließen aber scheinbar Eindruck auf das Ordnungs-Personal und wir durften auf ein eigentlich für Busse vorgesehenes Areal fahren. Jede Menge Platz - himmlisch.

Bei strömenden Dauerregen eilten wir dem Eingang zum Salz-Schaubergwerk entgegen, zumal wir für 11.30 Uhr einen Gruppentermin vereinbart hatten. Doch ein Gruppenmitglied war mit T-Shirt unterwegs, weshalb wir zurück zu den Bussen mussten, um die fehlende Jacke zu holen. Ergebnis: Unser Termin war verfallen und wir mussten eine über einstündige Wartezeit in Kauf nehmen.

Endlich in der "Kaue" angekommen, erhielten wir alle weiße Arbeitskittel und braune Arbeitshosen samt Arschleder. Und mit einer kleinen Bimmelbahn ging es hinein in den Berg, wo der Salzabbau den Menschen rund um Hallein - besser gesagt deren Herrscher - vor Jahrhunderten zu Reichtum verhalf. Wir erfuhren, wie mühsam der Salzabbau damals war. Es war eine tolle Führung. Zu den Höhepunkten gehörte die Schifffahrt auf einem unterirdischen See und selbstverständlich die Nutzung der 24- sowie 42-Meter langen Rutschen. Wer "Tagessieger" mit der höchsten Rutschgeschwindigkeit wurde, konnte leider nicht ermittel werden. Übrigens: Für kurze Zeit waren wir zurück in Deutschland, denn das Schaubergwerk erstreckt sich zu einem kleinen Teil auch auf deutsches Hohheitsgebiet.

Nach gut eineinhalb Stunden sahen wir dann endlich Tageslicht und konnten auch noch einen Salzstreuer im Mini-Format - für ein Frühstücks-Ei wird es wohl reichen - als Erinnerungsgeschenk in Empfang nehmen. Und wir sahen auch Kevin Bulka und Uwe wieder: Unsere beiden Schwergewichte - geschätztes Gesamtgewicht cirka 230 Kilogramm - hatten sich von der Gruppe abgesetzt und mussten beim Weg zu einem Gasthaus eine rund 300 Meter lange Strecke mit einer Steigung von 45 Prozent - überwinden. Na ja, wers glaubt... "Belohnt" haben sie sich dann mit einem Schnitzel im XXXXXXL-Format. Deswegen haben sie die Mühen auf sich genommen. Der Blick auf den Bauchumfang des Duos lässt auf jeden Fall den Schluss zu: Abgenommen haben sie nicht!

Zurück ging es nach Wagrain, wo wir am frühen Nachmittag im "Saringgut" ankamen. Leider ließ das regnerische Wetter keine Open-Air-Aktionen zu. Also waren Gesellschaftsspiele angesagt. Nun liegt auch das Abendessen (Nudelsuppe, Gulasch mit "Öko"-Nudeln", Salat und Donuts) hinter uns. Und nun ist ein "Disco-Abend" angesagt: Party bis zum Abwinken!

Also: Bis am Freitagabend an dieser Stelle zur gewohnten Zeit: Euer "Grisu".
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