DRK Gladbeck; Dankeschön an DRK Helfer Bombenfund in Dortmund

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Großeinsatz Bombenfund Dortmund am 29.11.12

Liebe Freunde,
am 29.11.12 wurde bei Aushubarbeiten im Klinikviertel in der Friedrichstrasse 33 in Dortmund eine 10-Zentner-Bombe aus dem letzten Weltkrieg gefunden. Sie war von einem Bagger bewegt und dabei am Zünder beschädigt worden. Da es sich bei dem Zünder um einen Langzeitzünder (auf Säurebasis) handelte, befürchteten die Feuerwerker des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, dass es zu einer zeitnahen Detonation kommen könne. Der Fundort befand sich Luftlinie ca. 200m von drei Kliniken entfernt.
Bei der ersten Einschätzung wurde der Feuerwehr mitgeteilt, dass das Johanneshospital und die Kinderklinik des Klinikums komplett und ausnahmslos zu evakuieren sind. Das Klinikzentrum Mitte des Klinikums sollte durch Patientenverlegungen in tiefere und zurückliegende Gebäudeteile gesichert werden. Zusätzlich befanden sich auch mehrere Altenheime im Evakuierungsradius von zunächst vorgegebenen 1000 Metern.
Aufgrund der kritischen Zündersituation wollte das Kampfmittelbeseitigungsteam maximal einen Entschärfungsprozess wagen. Danach sollte die Bombe kontrolliert gesprengt werden.
Aufgrund der hohen zeitlichen Brisanz und der zu erwarteten hohen Zahl der zu erwartenden Transporte von ca. 600 Patienten hat der Führungsstab der Feuerwehr Dortmund daraufhin 20 PTZ 10-NRW alarmieren lassen. Zusätzlich erfolgte die Alarmierung der beiden BHP-50 Dortmund und des BHP-50 EN. Wegen der zu erwarteten Intensivverlegungen wurden zusätzlich die verfügbaren ITW´s aus Düsseldorf, Essen und Wuppertal alarmiert. Hubschraubertransporte waren aufgrund der Wetterlage und der bevorstehenden Dämmerung nicht möglich.
Letztendlich gelang es den Feuerwerkern am 29.11. gegen 23:56 Uhr die Bombe zu entschärfen, so dass von einer kontrollierten Sprengung zu unserer aller Erleichterung Abstand genommen werden konnte.
Allen Einheiten, die uns in dieser bisher größten Evakuierungslage in der Geschichte Dortmunds so großartig unterstützt haben, möchte ich auf diesem Wege von ganzem Herzen danken! Durch euere professionelle und schnelle Unterstützung waren wir in der Lage, den Schutz der Bevölkerung weiter aufrecht zu erhalten.
Ich werde diesen Fall bei unserem nächsten Treffen des LV-ÄLRD am 11.12. in Grevenbroich kurz vorstellen.
Mit der Bitte, dieses Schreiben an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterzuleiten, verbleibe ich,
mit einem großen Dankeschön und den besten Grüßen an alle Beteiligten für die großartige Hilfe und Unterstützung.

gez. Hans Lemke
Dr. med. Hans Lemke Ärztlicher Leiter Rettungsdienst
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