DRK Gladbeck; DRK verurteilt Luftangriff auf Hilfskonvoi in Syrien aufs Schärfste

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Viele Helfer getötet

DRK verurteilt Luftangriff auf
Hilfskonvoi in Syrien aufs Schärfste

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat den Angriff auf einen Hilfskonvoi der Vereinten Nationen und des Syrischen Arabischen Roten Halbmondes mit mehreren Toten nahe Aleppo aufs Schärfste verurteilt. „Wir sind entsetzt über diesen Luftangriff, bei dem zahlreiche Helfer des Roten Halbmondes, unserer Schwesterorganisation, getötet wurden. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer“, sagte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. „Wir fordern alle Konfliktparteien auf, das humanitäre Völkerrecht zu achten und die Angriffe auf Helfer unverzüglich einzustellen. Die Helfer brauchen einen freien und ungehinderten Zugang zu den Menschen in den umkämpften Gebieten“, sagte Seiters.

Bei dem Angriff am Montagabend waren 18 Lastwagen mit Hilfslieferungen der Vereinten Nationen und des Roten Halbmondes sowie ein Lagerhaus für Hilfsgüter des Roten Halbmondes in Orum al-Kubra nahe Aleppo beschädigt worden. Dabei wurden viele freiwillige Helfer und Mitarbeiter des Syrischen Arabischen Roten Halbmondes sowie einige türkische Fahrer getötet. Mit dem Konvoi sollten 78.000 Menschen in der Region mit Hilfsgütern versorgt werden. „Wir sind fassungslos über den Vorfall. Alle Konfliktparteien hatten Sicherheitsgarantien für eine freie Fahrt gegeben. Schon seit fünf Jahren arbeiten wir eng und vertrauensvoll mit dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond zusammen“, sagte Seiters. Das DRK unterstützt ebenfalls seit Langem die humanitäre Logistik des nun zerstörten Lagerhauses mit finanziellen Mitteln des Auswärtigen Amtes.

Die Hilfe für Syrien sei die größte Auslandsoperation des Deutschen Roten Kreuzes. In den vergangenen fünf Jahren seien mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes Hilfsgüter im Umfang von mehr als 80 Millionen Euro vom DRK über den Roten Halbmond an die Menschen in Syrien ausgeliefert worden. Mit dem Bruch der Waffenruhe sei eine große Chance vertan worden. Die humanitäre Lage für die Menschen in Syrien sei katastrophal. Seit Beginn des Konfliktes sind bereits über 50 Freiwillige des Syrischen Arabischen Roten Halbmondes ums Leben gekommen.

Das DRK leistet bereits seit 2012 humanitäre Hilfe im Syrien-Konflikt und ist mit einem Mitarbeiter in Damaskus vertreten, der die Hilfe koordiniert.

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Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ist mit Nationalen Gesellschaften in 190 Ländern die größte humanitäre Organisation der Welt.
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