DRK Gladbeck; Neues Flüchtlingscamp „Azraq“

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Neues Flüchtlingscamp „Azraq“
DRK: Hospital für syrische Flüchtlinge in Jordanien

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt die medizinische Versorgung von syrischen Flüchtlingen in einem neuen Flüchtlingscamp in Jordanien. Das neue Camp „Azraq“ eröffnet am heutigen 30. April seine Pforten. Derzeit fliehen täglich rund 600 Menschen aus Syrien vor Gewalt und Hunger ins benachbarte Jordanien. Das DRK wird gemeinsam mit dem Norwegischen, Kanadischen und Finnischen Roten Kreuz ein Krankenhaus in Camp „Azraq“ betreiben. „Das Hospital bietet medizinische und chirurgische Versorgung einschließlich Kinderheilkunde, Gynäkologie, Radiologie und Labor“, sagt DRK-Hospital-Manager Dr. Johannes Schad.

„Azraq“ liegt rund 100 Kilometer östlich der Hauptstadt Amman und rund 90 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Das Camp ist zunächst für rund 50.000 Menschen ausgelegt, die Kapazität kann aber auf bis zu 130.000 ausgeweitet werden. „Azraq“ ist neben „Zaatari“ das zweite große Flüchtlingscamp, das die jordanische Regierung einrichten ließ. Nationale Behörden gehen derzeit von einer Gesamtzahl von rund einer Million syrischen Flüchtlingen aus, die in Jordanien Zuflucht gesucht haben.

„Das Hospital wird in seinem Angebot vergleichbar mit einem hiesigen Kreiskrankenhaus sein. Zugleich sind wir eingestellt auf die speziellen Bedürfnisse der Flüchtlinge, was etwa Behandlungen infolge mangelhafter Unterbringung und schlechter sanitärer Versorgung sowie Geburtshilfe und Pädiatrie angeht“, sagt Dr. Schad.

Das Rotkreuz/Rothalbmond-Hospital wird zunächst mit einer Kapazität von 30 bis 40 Betten den Betrieb aufnehmen. Die Bettenzahl kann, angepasst an den Zustrom der Flüchtlinge, auf bis zu 130 erhöht werden. Zugleich wird ein rund 50-köpfiges Team aus medizinischem und technischem Fachpersonal der vier beteiligten Rotkreuzgesellschaften entsandt. Das Team wird vor Ort von lokalen Mitarbeitern unterstützt werden. Die Bereitstellungskosten des Hospitals werden vom Europäischen Amt für humanitäre Hilfe der EU-Kommission (ECHO) sowie von der kanadischen Regierung getragen.

Quelle: DRK Pressestelle Berlin
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