DRK Gladbeck; Wirbelsturm „Matthew“

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Hurrikan 'Matthew' auf Haiti: zerstörte Häuser in dem Ort Jeremie - Oktober 2016

Wirbelsturm „Matthew“

DRK hilft betroffenen Familien
in Haiti nach Wirbelsturm

Nach dem Wirbelsturm "Matthew" wird das Ausmaß der Zerstörung in Haiti immer deutlicher. „Zwar ist wegen überschwemmter Straßen, Erdrutsche oder umgeknickter Bäume der Zugang noch immer nicht in alle betroffenen Gebiete möglich. Doch konnten Rotkreuz-Teams bereits in viele Gegenden vordringen und feststellen, was an welchem Ort am nötigsten gebraucht wird“, sagt Caterina Becorpi, Leiterin des DRK-Büros in Haiti. Das Deutsche Rote Kreuz wird rund 4.300 Familien in der am stärksten vom Wirbelsturm betroffenen Region im Department Nippes dabei unterstützen, wieder Zugang zu sauberem Wasser zu bekommen und die hygienischen Bedingungen zu verbessern, um Cholera-Ausbrüche zu verhindern. Dazu werden auch Mittel zur Vorbeugung gegen Cholera verteilt.

Die Hilfen sind finanziert mit Mitteln des Auswärtigen Amtes sowie aus Spendengeldern. „Wir werden die Wasserversorgungssysteme reparieren und zudem auch Planen und Werkzeug zum Aufbau von Übergangsunterkünften verteilen. Um die Aufräumarbeiten voranzubringen sollen in der Bevölkerung Helferteams gebildet werden, die für ihre Leistung finanzielle Unterstützung erhalten”, sagt Becorpi und fügt hinzu: „Da durch den Sturm vielerorts die Felder überflutet wurden und die Ernte gefährdet ist, wollen wir Freiwillige mit Werkzeug ausstatten, um die Bananenbepflanzungen wieder anzukurbeln und damit einer Hungerperiode durch den Verlust der Nahrungsmittelproduktion für die nächsten zwei Pflanzzyklen entgegenwirken."

Im Department Nippes unterstützt das DRK die Bevölkerung bereits seit dem schweren Erdbeben im Jahr 2010. Auch in normalen Zeiten leiden die Menschen dort unter niedrigen Ernteerträgen, schlechtem Zugang zu Wasser, Mangelernährung und mangelndem Zugang zu landwirtschaftlichen Produktionsmitteln. Bei dem Hurrikan vergangene Woche waren hunderte Menschen in Haiti ums Leben gekommen, landesweit sind 1,4 Millionen Menschen betroffen. Mehr als 175.500 Haitianer leben in Notunterkünften.
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