Jazzclub - Proppenvoll mit Musik aus den Sümpfen Louisianas

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Sensationeller Auftritt der Cajun Roosters als musikalische Gruppe beim Jazzclub Gladbeck in einem bis auf den letzten Platz besetzten Foyer der Mathias-Jakobs-Stadthalle. Foto: Kariger
 
Die Cajun Roosters begeisterten die Gäste des Jazzclubs Gladbeck in der Halle mit einer herausragenden Virtualität, die nicht alle Tage geboten wird. Foto: Kariger

Gladbeck: Jazzfrühschoppen | Sensationeller Auftritt der Cajun Roosters im proppenvoll besetzten Foyer der Mathias-Jakobs-Stadthalle. In die Sümpfe Louisianas wurden die Besucher des Jazzfrühschoppen am Sonntag entführt, denn es wurde Musik der Cajuns geboten, der Frankreich-stämmigen Auswanderer aus Kanada, die sich dort seit dem 18. Jahrhundert eine eigene Welt erhalten haben von der Lebensweise über die Küche bis hin zur Musik.

Die Cajun Roosters, fünf Musiker aus fünf Ländern präsentierten authentisch und mit großer Leidenschaft den rauen und wilden Cajun und Zydeco, angereichert mit einer Portion Louisiana-Blues und Swamp, der regionalen Rock´n´Roll-Variante. Keine andere Band in Europa beherrscht so perfekt alle drei Stilrichtungen.

Was war das für ein begeisterndes und furioses Konzert mit einer Musik, die man nicht alle Tage hört, erst recht nicht in dieser Qualität und Klasse. Viele sagen, sie sei die beste ihres Genres in Europa. Der Jazzclub machte also erneut seinem Ruf alle Ehre, dass er immer wieder internationale Spitzenbands nach „Swinging Gladbeck“ holt.
Vom ersten Stück an gingen die Zuhörer im mehr als rappelvollen Foyer der Mathias-Jakobs-Stadthalle mit. Immer wieder gab es Zwischenapplaus, begeisternd zustimmende Pfiffe bei den Soli und nach den Stücken. Das Foyer kochte.
Neben Cajun-Hits wie der „Hadacol Boogie“, „Flames dénfer“ oder „French Blues“ wurden auch Stücke gespielt wie „Route 66“, die auch einem breiten Publikum bekannt sind. für die die Cajun Roosters in den USA als beste Band außerhalb von Louisiana ausgezeichnet wurde.

Aber auch andere Cajun-Klassiker wurden zu Gehör gebracht. Auch bei Stücken, die über den Cajun hinweg bekannt sind, wie „Route 66“. Das Publikum ging enthusiastisch mit. Da wurde mitgewippt, mitgeklatscht und auch getanzt. Erstaunlich ist auch die Vielseitigkeit der Band. Einige traditionelle Cajun Songs wurden in der Trio-Besetzung gespielt, so wie sie in Louisiana nahezu täglich in den Kneipen und Cafe´s zu hören sind. Beeindruckend der A Cappella-Gesang von Hazel Scott bei „Tout en beau“, bei dem es mucksmäuschenstill im Saal war.

Auch das Publikum wurde virtuos mit einbezogen. So hing Chris Hall einer Besucherin das Waschbrett um, übergab ihr die Löffel und sie spielte hervorragend auf der Bühne mit.
Man weiß gar nicht, was besonders hervor zu heben ist, das sensationelle und mit einer Leichtigkeit vorgetragene Akkordeonspiel und der Gesang des Frontmannes Chris Hall aus England, die starke Stimme der schottischen Gitarristin Hazel Scott, die herausragende Virtualität des „European Best Fiddler“ David Buyle aus Belgien, die Base-Drum von Antoine Feve aus Frankreich oder das Bass-Spiel von Michael Bentele, im Hauptberuf Dokumentarfilmer und Fernsehregisseur, der die ganze Truppe zusammen hält. Von ihm erfuhren die Zuhörer in Häppchen portioniert eine ganze Menge über Cajun und Zydeco. Von ihm sagt man, dass es hierzulande keinen gibt, der sich besser mit dieser Musik auskennt.

Erst nach mehreren Zugaben ließen die Zuhörer die Ausnahmeband nach einem Konzert der Extraklasse mit Standing Ovations gehen. Sie tat das mit „Precious Time“ (Kostbare Zeit), einem besinnlichen und langsamen Song, so dass der Puls der Zuhörer ein wenig herunter gefahren war.

Fotos: Kariger
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