Kreissynode regelt Finanzen

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Mit großer Mehrheit sprachen sich die Mitglieder der Kreissynode für eine Verlängerung der Amtszeit von Presbytern aus. Foto: Bugzel
Gladbeck/Dorsten. Der Evangelische Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten befürwortet eine Erhöhung der Altersgrenze bei Presbytern. Auf der in Dorsten tagenden Kreissynode sprachen sich die 70 anwesenden stimmberechtigten Delegierten aus den fünf Kirchengemeinden mit großer Mehrheit dafür aus, dass Presbyter auch über das 75. Lebensjahr hinaus im Amt bleiben können, bis die vierjährige Wahlperiode endet.
Auf wenig Gegenliebe stieß der Vorschlag, innerhalb der westfälischen Landeskirche die Amtsbezeichnung der leitenden Geistlichen von „Präses“ in „Bischof oder Bischöfin“ umzubenennen. Die Synodalen lehnten einen auf der Landessynode gestellten Antrag für eine entsprechende Änderung der Kirchenordnung ab.

Zum Abschluss eines fünfjährigen Beratungsprozesses verabschiedete die Synode eine neue Finanzsatzung des Kirchenkreises, die die Verteilung der Finanzen unter den Gemeinden und den Gemeindeverband Dorsten neu regelt. Anlass der Neuregelung sei die unterschiedliche Entwicklung der Kirchengemeinden im Kirchenkreis, erklärte Pfarrer Karl-Erich Lutterbeck (Dorsten), Vorsitzender des kreiskirchlichen Finanzausschusses. Mit der neuen Satzung werde die Ausgestaltung des Finanzausgleichs im Kirchenkreis, die Zuweisungen für kirchliche Gebäude, der Umgang mit Erbbauzinsen sowie der Umgang mit Verwaltungskosten neu geregelt und somit Schwächen der alten Satzung ausgeglichen, so Lutterbeck. „Die neue Satzung ist einfach, klar, transparent, solidarisch und zukunftsfähig“, sagte Lutterbeck, auch mit Blick auf den zu erwartenden Rückgang der Kirchensteuern in den nächsten Jahren.

In seinem mündlichen Bericht vor der Kreissynode ließ Superintendent Dietmar Chudaska die Ereignisse im Kirchenkreis in den letzten Monaten Revue passieren. Das beherrschende Thema sei sicherlich die Flüchtlingsfrage gewesen und es sei beeindruckend, was in den Gemeinden an dieser Stelle geschehe.
Da gebe es Welcome-Gruppen für Flüchtlingskinder, ein Flüchtlingscafé, viele Sprachkurse, Taufgottesdienste, Flüchtlinge als neue Chormitglieder, Aus- und Fortbildung ehrenamtlicher Helfer sowie eine hauptamtliche Mitarbeiterin in der Gladbecker Flüchtlingsarbeit. „Die 100.000 Euro, die wir als Synode im letzten Jahr zur Verfügung gestellt haben, sind gut angelegtes Geld“, unterstrich Chudaska. „Dadurch werden einerseits Flüchtlinge direkt unterstützt, aber es geht auch um die Begleitung Ehrenamtlicher“, so der Superintendent.
Zwar sei die Anzahl der Flüchtlinge in den vergangenen Monaten gesunken. „Wir wissen aber auch, dass dahinter politische Verabredungen und Vereinbarungen stehen, die nicht befriedigen können. Die Flüchtlingsfrage ist nach wie vor nicht gelöst“, gab der leitende Geistliche des Kirchenkreises zu bedenken.
Er freute sich besonders darüber, dass in den letzten Monaten im Kirchenkreis rund 50 Flüchtlinge getauft wurden. „Ein Grund zur Dankbarkeit, aber auch eine Verpflichtung, ihnen Heimat in unseren Gemeinden zu geben.“

Nach den Kirchenwahlen im Februar musste die Kreissynode zahlreiche Gremien und kreiskirchliche Ausschüsse neu wählen. Als Abgeordnete zur Landessynode wählten die Delegierten Pfarrerin Anke-Maria Büker-Mamy, Bottrop, Gudrun Winkel, Dorsten und Reiner Struck, Bottrop. Superintendent Chudaska ist geborenes Mitglied der Landesynode. In die Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes entsandte die Synode Pfarrer Frank Füting, Dorsten, Wilhelm Hardt, Dorsten, Ursel Leibold, Bottrop, Andreas Otto, Bottrop, Frauke Heger, Bottrop und Carsten Jahnke, Gladbeck.
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