Schalke-Arena unter Strom

Der Umweltstammtisch Gladbeck besichtigte kürzlich die Veltins-Arena in Gelsenkirchen.
Die Mitglieder des Gladbecker Umweltstammtisches für örtliche Unternehmen besichtigten jetzt die Energiezentrale der Schalke Arena in Gelsenkirchen.

Die Arena ist Teil eines Energieverbundes zusammen mit Gesamtschule Berger Feld, Sport-Paradies, Reha-Zentrum und Hotel. Die Versorgung ist komplex: Immerhin hat eine Multifunktionsarena ein komplett anderes Anforderungsprofil als die weiteren beteiligten Verbraucher.

Offizieller Energielieferant der Veltins Arena und offizieller Lieferant des FC Schalke 04 ist die Emscher Lippe Energie GmbH (ELE). Sie sorgt dafür, dass im Stadion Normal- und Ersatzstrom, Erdgas, Wärme und Kälte stets genau in der Menge vorhanden sind, in der sie gebraucht werden.

Doch es handelt sich nicht nur um die Energieversorgung eines Fußballstadions. Großen Wert legt das Unternehmen auf Wirtschaftlichkeit und Sicherheit der Energiedarbietungen für die Arena, in der neben Fußballspielen auch Konzerte und andere Großveranstaltungen stattfinden.

Vor Ort erläuterten die Vertreter der ELE die Technik und legten beeindruckende Zahlen vor: Insgesamt hat die ELE zur Bauzeit – und das ist schon über 10 Jahre her - etwa fünf Millionen Euro in die Anlagentechnik investiert. Insgesamt werden für die Arena etwa 5,85 Megawatt Wärme, 12,4 Megawatt Gas, 6,87 Megawatt Normalstrom, 1,62 Megawatt Ersatzstrom und 1,31 Megawatt Kälte bereitgestellt. Auf einer Gesamtlänge von etwa 1900 Metern wurden dafür insgesamt etwa fünf Kilometer Mittel- und Niederspannungsstromkabel, 2000 Meter Gasleitungen, 2080 Meter Fernwärmeleitungen, 500 Meter Fernkälteleitungen und 2300 Meter Schutzrohre für Telekommunikationsleitungen verlegt.

Dass Energieeinsparungen aber immer noch ein Thema sind, hat der FC Schalke 04 dadurch bewiesen, dass er im Jahre 2011 erfolgreich an dem Projekt ÖKOPROFIT der Städte Gladbeck, Gelsenkirchen, Bottrop und Herne teilgenommen und durch verschiedene Maßnahmen im Energiebereich Energiekosten eingespart hat.
Im Anschluss an die Besichtigung der Technik entwickelten sich intensive Diskussionen der Teilnehmer.

Zum Abschluss der Sitzung konnte Dr. Dieter Briese vom Umweltreferat der Stadt Gladbeck mitteilen, dass der nächste Termin des Umweltstammtisches im Herbst bei der Firma Pilking-ton stattfinden wird. Interessenten von örtlichen Betrieben können sich gerne bei Dr. Briese über den Umweltstammtisch informieren.
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