Sichere Arbeitsplätze von Verbänden zugesagt

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Die Vorstände der drei Caritasverbände v.l.n.r.: Peter Spannenkrebs, Probst Andrè Müller, Rainer Knubben und Dr. Andreas Trynogga (Foto: Caritas Gladbeck)
Gladbeck: Caritasverband Gladbeck | Caritasverbände planen Zusammenarbeit

Die Planungen sind offenbar schon relativ weit fortgeschritten, ein Zusammenschluss der Caritasverbände Gladbeck, Bottrop und Gelsenkirchen scheinbar nur noch reine Formsache. Doch zuvor, so der Entschluss der Verantwortlichen, wurde jetzt die Öffentlichkeit über die Planungen informiert.
Bereits eine Woche zuvor sind alle Mitarbeiter über die Überlegungen einer engeren Zusammenarbeit und möglichen Fusion der drei Verbände unterrichtet worden. Zu einem offiziellen Pressegespräch luden neben dem Gladbecker Caritasdirektor, Probst André Müller, die Vorstände Dr. Andreas Trynogga aus Bottrop, Peter Spannenkrebs aus Gelsenkirchen und Rainer Knubben als Gastgeber des Caritasverband Gladbeck ein.
In seinen Eingangsworten betonte Probst Müller, dass es den Akteuren in erster Linie um die "Planung in aller Transparenz" gehe und die Verbände ihre Verantwortung als verlässliche Partner in der Stadtgesellschaft wahrnehmen wollen. Wörtlich sagte er: "Wir bleiben nah am Menschen und wollen vor Ort kein Gesicht verlieren. Um möglichen Ängsten der Mitarbeiter frühzeitig zu begegnen, stellen wir klar, dass alle Einrichtungen erhalten bleiben und wir im Sinne unserer Mitarbeiter sichere Arbeitsplätze bieten."
Peter Spannenkrebs vom Caritasverband Gelsenkirchen stellte fest, dass aus einer Fusion ein Unternehmen mit über 2400 Mitarbeitern entstünde. Das läge nah am Optimum und böte zahlreiche Vorteile, zum Beispiel im Einkauf oder in der Verwaltung.
Bereits jetzt arbeiten die Verbände im Bereich der Elektronischen Datenverarbeitung oder im Bereich der Immobilienbetreuung eng zusammen. "Wir planen eine Fusion für morgen und übermorgen. In einer Fusion liegt die Chance für die Weiterentwicklung von Mitarbeitern. Die Zeiten der Generalisten ist vorbei; wir benötigen Spezialisten, die wir fachlich zurüsten werden."

Der richtige Zeitpunkt

Und Dr. Andreas Trynogga fügt hinzu: "Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Wir stehen wirtschaftlich solide und stabil da. Auf dieser Basis kann man einen solchen Prozess erfolgreich gestalten."
Die Anpassung vorhandener Strukturen und Gewohnheiten gilt als besondere Herausforderung. "Wir haben gewachsenen Kulturen in den einzelnen Verbänden. Die Standardisierung der Unternehmensabläufe ist zu bewältigen und bietet manchen Vorteil. Mit Blick auf unsere Kunden darf sich an den Standorten jedoch nichts ändern." sagt Rainer Knubben. "Bei einer Fusion haben wir allein neun Altenheime, deren Bewohnern wir verpflichtet sind. Daran wir sich nichts ändern."

Bis Ende des Jahres fällt eine Entscheidung
Zum Zeitplan der Umsetzung einer möglichen Fusion wurde von den Vorständen ein Zeitraum von ein bis zwei Jahren prognostiziert. Allein die unterschiedlichen Dienstvereinbarungen in den einzelnen Verbänden gäben einen längerfristigen Zeitplan vor. In den nächsten Tagen werde die Führungsebene der einzelnen Verbände besonders informiert und mit der Erstellung einer Bestandsaufnahme beauftragt. Für den 19. November 2016 hat man sich festgelegt, die Entscheidung über eine Fusion zu treffen. Bis dahin handelt es sich um eine reine "Kann-Option".
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1 Kommentar
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Wolfgang Kill aus Gladbeck | 07.04.2016 | 04:35  
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