Superintendent Chudaska zu Gast in Weißrussland: Nadeshda heißt Hoffnung

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Die Bobbies sind jedes Mal überwältigt von der Freude, Herzlichkeit und Dankbarkeit der Kinder in „Nadeshda“. (Foto: Evangelischer Kirchenkreis)
 
Superintendent Dietmar Chudaska (5.v.r.) zeigte sich vom Engagement der Bobbies im Kindererholungszentrum „Nadeshda“ stark beeindruckt. (Foto: Evangelischer Kirchenkreis)
Gladbeck/Russland. Mit einer Fülle von neuen Eindrücken kehrte jetzt Superintendent Dietmar Chudaska aus Weißrussland zurück.

Der leitende Geistliche des Evangelischen Kirchenkreises Gladbeck-Bottrop-Dorsten besuchte dort gemeinsam mit Pfarrer Friedemann Kather, Bottrop, das Kindererholungszentrum „Nadeshda“ in der Nähe der Hauptstadt Minsk und informierte sich über einen Arbeitseinsatz der „Bottroper Bürger begeistert im Einsatz“, kurz, Bobbies.

„Der Kirchenkreis hat bereits mehrfach über seine Stiftung „stellwerk“ die Bobbies unterstützt und jetzt wollte ich mir einmal vor Ort über das beeindruckende Engagement der Bobbies ein Bild machen“, beschreibt Chudaska den Grund seiner Reise. „Nadeshda“ sei das russische Wort für Hoffnung und um Hoffnung gehe es auch bei dem Projekt rund eineinhalb Stunden von der Hauptstadt Minsk entfernt.

„Es geht um Hoffnung für die Kinder und Jugendlichen, die in den besonders stark kontaminierten Gebieten in der Umgebung das havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl leben müssen“, sagt der Superintendent. „Viele von ihnen erkranken an Leukämie und Schilddrüsenkrebs, weil die Strahlung auch weit über 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe ihr Immunsystem schwächt.“

Das weißrussisch-deutsche, gemeinnützige Projekt wurde 1992 gegründet, dort betreuen ausgebildete Fachkräfte jährlich mehr als 4.000 Kinder in sozialpädagogischen, psychologischen und medizinischen Programmen, die die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen stärken.

In diesem Jahr waren die Bobbies zum dritten Mal in Weißrussland im Einsatz. Nach dem frühen Ende der Erwerbsarbeit engagieren sich die pensionierten Fachkräfte aus dem Handwerk, dem Bergbau, der Elektro-, Klima-, Schweißtechnik und vieles mehr ehrenamtlich für bedürftige Kinder, Jugendliche und Familien, so auch im Rahmen von technischen Hilfseinsätzen im Kinderheim „Nadeshda“.
„In ihrem zweiwöchigen Arbeitseinsatz haben sich die elf Bobbies in diesem Jahr unter anderem Reparaturen im Bereich Kältetechnik, die Reparaturen von Beleuchtungen, Ersatz der Isolation an Rohrleitungen, Pumpen und Armaturen im gesamten Bereich von „Nadeshda“ vorgenommen und durchgeführt“, berichtet Chudaska. Besonders beeindruckt habe ihn das Fachwissen und der technische Support der Pensionäre, die in der Vergangenheit bereits Industriewaschmaschinen im Wert von 200.000 Euro in dem Kinderzentrum installiert haben. „Da geht es nicht zuletzt um Wissenstransfer zu den weißrussischen Fachkräften, damit diese ihre Probleme selber lösen können.“

Aber auch die Freude, Herzlichkeit und Dankbarkeit der Kinder in „Nadeshda“ seien überwältigend gewesen. Seit seiner Gründung habe sich das Projekt deutlich weiter entwickelt und sei auf gutem Weg zu neuen technischen Standards. „Neben der medizinischen Versorgung hat mich auch die pädagogisch ganzheitliche Bildung in dem Zentrum überzeugt, die die Stärkung der Persönlichkeit des Kindes und die Ermutigung zur Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen zum Ziel hat“, zieht Superintendent Chudaska eine persönliche Bilanz.

An dem Projekt beteiligen sich als Partner nicht nur die Männerarbeit der westfälischen Landeskirche, der Männerkreis in der Evangelischen Kirchengemeinde Hervest-Wulfen, sondern mittlerweile insgesamt zwölf Nationen, darunter neben Deutschland auch Japan und die USA. Die Bobbies sind jedes Mal überwältigt von der Freude, Herzlichkeit und Dankbarkeit der Kinder in „Nadeshda“. Foto:Privat
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3 Kommentare
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 24.09.2016 | 10:28  
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Franz Burger aus Bottrop | 26.10.2016 | 13:31  
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 27.10.2016 | 08:18  
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