„Das ist ein großartiges Signal“: Das Museum Goch erhält zum Jahresende ein Geschenk

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Die Metallplastik „Konkrete Illusion“ des Klever Bildhauers Günther Zins wird fortan die Vorderfront des Museums Goch zieren: eine großartige Schenkung zum Jahresende.

Zwei "durchsichtige" Würfel prangen seit neuestem an der Front des Gocher Museums: Sie sind Teile des Kunstobjekts „Konkrete Illusion“. Einer der Würfel, die aus dünnem Stahlrohr gefertigt sind, ist plastisch und der andere "flach", zweidimensional, gearbeitet. Beim Anschauen des "flachen Würfels" erkennt der Betrachter abwechselnd einen links unten beginnenden Würfel, auf den er von rechts oben draufsieht und einen rechts oben befindlichen Würfel, den er von links unten betrachtet. Die unterschiedliche Wahrnehmung wechselt. Denn hierbei handelt es sich um eine optische Täuschung oder visuelle Illusion. (Dahinter steckt eine Wahrnehmungstäuschung des Sehsystems und diese beruht auf der Tatsache, dass Wahrnehmung subjektiv ist und vom Gehirn beeinflusst wird. Die sogenannte multistabile Wahrnehmung ist ein Beispiel dafür, wie sehr die Erfahrung die Bildwahrnehmung beeinflusst.)

Aus Dank über gelungene Ausstellung


In Zeiten klammer Kassen sei die Schenkung eines Kunstwerks ein absoluter Glücksfall, freut sich der Vorsitzende des Freundeskreises Museum&Freunde. Ebenso stelle diese auch eine Wertschätzung für den Förderverein dar. Der Bildhauer Günther Zins möchte mit der Schenkung seinen Dank zum Ausdruck bringen: über die gelungene Gemeinschafts-Ausstellung, die das Museum Goch in Kooperation mit dem Museum Schloss Moyland dem Künstler anlässlich seines 60. Geburtstages im Jahre 2011 gewidmet hatte. „Ich möchte mit der Schenkung meine Wertschätzung zum Ausdruck bringen für die hervorragende Arbeit, die das Museum geleistet hat“, so der Bildhauer. Museumsdirektor Dr. Stephan Mann führt aus: „Es ist toll, mit dieser Schenkung ein Signal setzen zu können: Es gibt neben bürgerschaftlichem Engagement auch künstlerisches Engament. Es sind Freundschaften und Netzwerke entstanden. Durch das Engagement des Fördervereins hat diese Balance hervorragend funktioniert“. Günter Zins, der zunächst Malerei studiert hatte und sich anschließend räumlichen Arbeiten widmete: „In meiner Arbeit „Konkrete Illusion“ habe ich fundamentale Gegensätze, Widersprüche zusammen gebracht“. Der in Kleve lebende Bildhauer, der sich in seinen Werken mit Raum und Linie auseinander. setzt, ergänzt: „Ich möchte den Betrachter herausfordern, sich mit dem Raum zu beschäftigen. Denn meine Arbeit aus reduzierten Raumkörpern beinhaltet das Gesamtbild des Sehens“. Insbesondere wenn die Sonne scheinen wird, werden sich für den Betrachter weitere, spannnende Seh-Eindrücke ergeben: durch den jeweils unterschiedlichen Schattenwurf. „Künstler haben ein anderes Auge und finden Räume, an die wir nicht im Entfernstesten gedacht hätten. Das macht einfach Spaß“, freut sich Museumsmitarbeiter Stefan Fischer. Die Plastik korrespondiert außerdem gelungen mit einem weiten Kunstwerk des Künstlers: dem schwebenden, linearen Würfel, der seinen Platz im Garten des Museums gefunden hatte.

Info:

Günter Zins, der zur offiziellen Übergabe am Donnerstag, 18. Dezember, um 19 Uhr, im Museum auf dem Saxophon spielen wird, bezeichnet sich selbst als „Bildhauer der Leichtigkeit und de filigranen Arbeiten“. Neben Fotoarbeiten, Gouachen und Zeichnungen ist er vor allem durch seine Plastiken aus Metall bekannt geworden.
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