Die Heimatfront Goch während des Ersten Weltkrieges: Ausstellung im Steintor

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„Die Heimatfront Goch während des Ersten Weltkrieges“ lautet der Titel der Jahres-Ausstellung, die der Heimatverein Goch in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Goch am 4. Januar 2015 zum Thema „Leben in Goch während der Kriegsjahre 1914 bis 1918” eröffnet.

Die Schau im Steintor beleuchtet schwerpunktmäßig die lokalen Verhältnisse des Weltkrieges in der Stadt Goch. Die Heimatfront wurde in dieser Zeit in allen sozialen und wirtschaftlichen Bereichen aufs Äußerste belastet.
Der Krieg bestimmte in Goch besonders den Alltag von Kindern und Jugendlichen und nahm starken Einfluss auf das Leben und Wirken der Frauen.Auch die Einwohner, die nicht als Soldaten an der Front waren, litten durch den Krieg schwer an Hunger, Sorgen und Verzweiflung. Die Mobilmachung riss große Löcher in die Arbeitswelt sowie in die Familien. Die Ernährer der Familien befanden sich an der Front. Die Frau musste jahrelang zu Hause den Mann ersetzen und um die Versorgung der Familie kämpfen. Eine Garnison und die verwundeten Soldaten in den Lazaretten brachten den Krieg bis in die Heimat.
Das ständige Sammeln von Liebesgaben, Geldspenden und Metall belastete die Einwohner enorm. Der Hunger klopfte an die Wohnungstür. Auch die Lebensmittelkarten füllten den Magen nicht. Zudem herrschten Petroleums- und Kohlennot.

Sicherung der Ernährung der Bevölkerung


Die Hauptaufgabe der Stadtverwaltung war die Sicherung der Ernährung der Bevölkerung, so dass die Stadt selbst einen Lebensmittelmarkt führte. Hamsterer, Wucherer und Diebe bestimmten den Alltag. Von der anfänglichen Kriegsbegeisterung blieb am Ende nur der völlige Zusammenbruch übrig und der Verlust vieler junger Angehöriger. Die Ausstellung im „Treffpunkt Steintor” ist bei freiem Eintritt jeden ersten und dritten Sonntag von 15 bis 17 Uhr geöffnet.
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Lothar Dierkes aus Goch | 30.12.2014 | 18:26  
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