Einblicke in das Leben der Zivilbevölkerung im Krieg

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Waschmaschine und Wäschemangel zur Zeit des Zweiten Weltkrieges.
Goch: Ostkirche |

Geschäftiges Treiben und Gedränge auf der Empore der Ostkirche in Pfalzdorf - ein ungewohntes Bild. Auch nach mehreren Wochen ebbt der Besucherstrom nicht ab. Ihr starkes Interesse stellen die vielen Besucher unter Beweis, indem sie die Ausstellungsstücke genaustens begutachten, auf den Fotos nach Bekannten und Verwandten suchen und die Dokumente sorgfältig durchlesen.

An Begebenheiten aus der Kindheit erinnert man sich, Kriegserlebnisse werden erzählt und persönliche Erfahrungen ausgetauscht. Manche bringen alte Dokumente von Zuhause mit, um sie dem Ausstellungsveranstalter zur Verfügung zu stellen. Mit diesen Exponaten wird die Ausstellung laufend komplettiert.
Die Ausstellung schlägt den Bogen von Kriegsereignissen am Niederrhein zum Leben der Menschen in Pfalzdorf in dieser Zeit und gliedert sich in vier Phasen, die den Zeitraum vom Aufkommen des Nationalsozialismus in Pfalzdorf bis zur Internierung der Zivilbevölkerung in Bedburg dokumentieren.

Das Leben der Zwangsarbeiter und Gefangenen


Darunter werden anhand von Fotos und Karten die Einsatzorte der Pfalzdorfer Soldaten gezeigt, das Leben der Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen in Pfalzdorf dargestellt und an die vielen Opfer des Krieges gedacht. Gegenstände des täglichen Gebrauchs, von der Bohnenschnibbelmaschine über die Handwaschmaschine bis zum Bunkerofen geben einen Einblick in das Leben der Zivilbevölkerung. Die Beschreibung der Waldbahn im Reichswald mit den Dampflokomotiven „Max und Moritz“ finden in der Ausstellung ebenso ihren Platz, wie die Stellung der Kirchen oder Landkarten mit den Absturzstellen von V1- und V2-Raketen auf Pfalzdorfer Gebiet. Das Modell eines Panzergrabens an der Kuhstraße ergänzt entsprechende Kartierungen und Fundstücke aus den Panzergräben.

Den Frieden würdigen


Eine Ausstellung, die Erinnerungen weckt und neues Wissen vermittelt und somit mit dazu beitragen will, den 70 Jahre lang anhaltenden Frieden zu würdigen.
Auf vielfachen Wunsch wird die Ausstellung verlängert. Öffnungszeiten: Jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr bis zum 13. September oder nach Absprache.
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