„Ich beschäftige mich mit der Stadt und ihren Strukturen.“: Samstags-Interview mit dem Künstler Albert Weis

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Ab morgigen Sonntag, 15. März, ist im Museum Goch die Ausstellung mit dem Titel „(silver)“ zu sehen. Wir sprachen mit dem Künstler Albert Weis im Rahmen unserer Samstagsfragen.

Sie fahren in Goch mit dem Fahrrad herum, pendeln zwischen Museum und Baumarkt, haben eine Schwäche für Architektur der Nachkriegsmoderne und man hört, dass Ihnen der Gocher Bahnhof gut gefällt. Das klingt spannend. Was erwartet die Besucher in Ihrer Werkschau?

Ich beschäftige mich mit der Stadt und ihren Strukturen und der Funktionalität der Dinge und dass fließt in mein künstlerisches Schaffen ein. Die Ausstellung besitzt einen großen Entdeckungscharakter. Das Oberthema ist Wahrnehmung. Es geht mir darum, dass der Betrachter in eine andere Welt eintaucht, in der das Sehen zu einem Moment von Erinnerung oder Immagination wird. Der Betrachter nimmt den Raum anders wahr, er verhält und bewegt sich intuitiv, kann etwa von einem einfallenden Lichtstrahl begeistert sein.

Sie arbeiten mit Faltungen und Brüchen und überkleben Strukturen mit Aluminium-Klebeband. Was reizt Sie an diesen künstlerischen Ausdrucksformen?

Mich fasziniert, wenn durch einfaches, banales Falten Raum entsteht. Ich entwickele meine Arbeit ständig weiter. Der Fokus einer meiner früheren Werkreihe aus Wandarbeiten waren gefaltete Papiere. Für die aktuelle Ausstellung hatte ich die Idee, Faltungen im DINA4-Format auf die Wand zu übertragen. Ich überklebe Flächen mit Aluminiumklebeband, um den Untergrund sichtbar zu machen.

Wie würden Sie eigentlich Ihre Kunst beschreiben?

Sie ist ein künstlerischer Kommentar zum Raum. Ich möchte Dinge sichtbar machen, hinterfragen, die Umwelt reflektieren und den Betrachter anregen, über den Stadtraum nachzudenken.
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