Kurt Nickel schreibt die "Totenfrucht" - Präsentation auf der Leipziger Buchmesse

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Das Beste erzählt Kurt Nickel diesmal nicht zum Schluss, sondern gleich zu Anfang des Wochenblatt-Gesprächs: „Ich bin von meinem Verlag zur Leipziger Buchmesse eingeladen worden, um dort mein neues Buch ‚Totenfrucht‘ vorzustellen. Vielleicht kommt jetzt der Durchbruch!“



Nun ja, bei einem amerikanischen Online-Versandhändler stand sein jüngstes Werk „Gefangen in der Psychiatrie“ vier Wochen lang auf Platz eins, doch der Pfalzdorfer will mehr: „Ich hoffe, dass bei ‚Totenfrucht‘ mindestens das gleiche sein wird.“
Mitte des kommenden Monats, genauer am Samstag, 14. März, hat der Autor und hauptberufliche Heilpädagoge, die Möglichkeit, sich ins kollektive Gedächtnis der Buchwelt einzubringen, wenn er am Stand seines Verlages (Südwestbuch) live mit Fachpublikum und einfachen Leseratten über seine Werke diskutiert.
Zu einem regen Austausch wird es wohl kommen, denn Kurt Nickel schreibt wahrlich nichts für Zartbesaitete.

Schwer verdauliche Kost


Und ‚Totenfrucht‘ gehört in die Kategorie „sehr schwer verdaulich“, wenn man den Plot zu diesem Roman überfliegt: Ein Paar will durch künstliche Befruchtung seinen Kinderwunsch realisieren. Was keiner weiß: Die Frau erhält „versehentlich“ die Spermien eines Massenmörders und Psychopathen. Es folgen eine Schwangerschaft mit Psychosen, das Neugeborene weist abgrundhässliche Gesichtsstrukturen auf.
Robert, der Junge entwickelt sich zum Genie, Monster und Soziopathen, quält Mitmenschen und die eigenen Eltern ...

Idee kam in der Reha


Wie kommt jemand auf derlei Gedanken, fragt sich der Leser. „Die Idee hatte ich in meiner Reha. In einer Wissenschafts-Zeitschrift las ich davon, dass Spermien eines Toten eine Woche lang Leben erzeugen können“, so Kurt Nickel: „Man stelle sich einmal vor, das Kind eines Toten!“
Und der Heilpädagoge kann sich vieles vorstellen und begann zu schreiben: „Im Grunde sind es meine Fantasien gemixt mit meinen eigenen Erlebnissen aus meinem Beruf. Schließlich arbeite ich seit 40 Jahren mit Psychopathen zusammen.“ Es sei erwiesen, so sagt Nickel, dass gewisse Dispositionen, also Persönlichkeitseigenschaften, vererbt werden können. Der Roman sei also sowohl fiktiv als auch realistisch angelegt.

Spannende und ergreifende Geschichte


„Natürlich überschreiten wir bei ‚Totenfrucht‘ die Schwelle eines ‚normalen‘ Thrillers, aber im Grunde bleibt es eine spannende und ergreifende Geschichte, allerdings ohne Happy end“, verrät der Autor. Sein Ziel, so Nickel, sei es, zu unterhalten, genauso wie es beim ‚Schweigen der Lämmer‘ oder ähnlichen Geschichten der Fall sei: „Wenn ich das erreiche, dann bin ich zufrieden.“ Er lässt sich auch nicht auf bestimmte Genres festlegen, sagt Kurt Nickel: „Meine ‚Manschurische Kandidaten‘ ist ein Krimi und in ‚Gefangen in der Psychiatrie‘ beschreibe ich den Zustand in den Anstalten vor über 30, 40 Jahren.“
Seit zwei Wochen gibt es die „Totenfrucht“ und das nächste Werk ist bereits in der Warteschleife, soll heißen, ist fertig. Der Titel lautet „Der Pfähler“ und dieser gibt somit schon den Hinweis auf den zu erwartenden Inhalt.

Jedes Jahr ein neues Buch


Ob sein Verlag allerdings dieses Buch oder eines seiner anderen wie „Die Manschurischen Kandidaten“ oder „Fleisch“ auflegen wird, ist offen. Es könnte sogar sein, dass ein ganz anderes Buch als nächste erscheinen wird, denn die „Totenfrucht“ lässt Spielraum für eine Fortsetzung. „Zumindest hat mir mein Verlag signalisiert, dass er jedes Jahr ein Buch mit mir machen will“, resümiert er zufrieden. Und wenn er es schafft, dass seine Leser die Bücher nicht aus der Hand legen, bevor sie es beendet haben, habe er mehr erreicht als erhofft. Mitte März hat er, wie bereits erwähnt, die beste Gelegenheit dazu, Leipzig und die Lesewelt zu überzeugen.
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