Reizvolle Ruine reizt mich,ihre Geschichte zu erforschen - Kasteelruine Bleijenbeek

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Vergleich 2017 links und 2015 rechts
 
Bilder 2015
Die

Ruine Bleijenbeek

habe ich auf einer Fahrradtour 2015 durch Zufall entdeckt und war sofort verzaubert. Still und erhaben lag sie da - wie in einem Dornröschenschlaf.
Ob die Gebrüder Grimm einst wohl hier ihre Anregung zu dem wunderschönen Märchen gefunden hatten ?

Oder - eigentlich

wäre sie ja auch eine hervorragende Kulisse für Gespenstergeschichten ! Umgeben von Seerosen bedeckten, grünlich schimmernden moorhaften Wasserlöchern, Tümpeln aus grünem Schleim und Modder. Tümpeln, denen unheimlich anmutende

gräusliche Moorleichen und Schleimmonster

entsteigen, auf dich zueilen, dich umschlingen und mit hinabziehen wollen.

Wie gut

, dass ich mich gerade im Dornröschenschlaf befinde.....

Aber wieder

zurück zur Ruine.
Die Bilder aus dem Jahre 2015 zeigen ein doch recht verwildert anmutendes Areal.

Es hat

den Anschein, als wolle man das Gelände um die Ruine und die Ruine selbst dem Lauf der Natur überlassen.

Aber in unmittelbarer Nachbarschaft wurde eine äußerst gepflegte und stark frequentierte Golfanlage angelegt, der Golfclub Bleijenbeek - ein rudimentärer Gegenpol zu der dem Naturwuchs überlassenen Ruinenanlage.
Schon in 2015 stand an einem der sich um die Ruine windenden Fahrradrouten ein großes Bauschild, genau wie heute am Tag der Handyfotos.

Vielleicht ist das

einer der Gründe, weshalb rund um das alte Gemäuer ein wenig "tabula rasa" veranstaltet wurde.

Zur Geschichte

findet sich ein interessanter Beitrag bei wikipedia :
"Schloss Bleijenbeek, im Deutschen oft auch Blyenbeck geschrieben, ist eine Schlossruine im Ortsteil Afferden von Bergen in der niederländischen Provinz Limburg. 1405 gehörte die Anlage Wijnand Schenck van Nijdeggen.
Dort residierte Martin Schenk von Nideggen, der es zum Heerführer in spanischen und niederländischen Diensten gebracht hatte. Im Jahre 1589, während des Achtzigjährigen Kriegs, wurde das Schloss von den Spaniern besetzt.
Ab 1708 war das Wasserschloss im Besitz der Grafen von Hoensbroech.
Als ab 1872 im Rahmen des Kulturkampfes die Jesuiten kraft der Jesuitengesetze aus Deutschland ausgewiesen wurden, stellte der Eigentümer, Graf Franz Egon von Hoensbroech (1805–1874), der Vater des späteren Ex-Jesuiten und Jesuitenkritikers Paul Graf von Hoensbroech,[1] das Landschloss diesem Orden als Asyl zur Verfügung.[2] Es lebte dort unter anderem der berühmte Priesterschriftsteller Joseph Spillmann, der die Geschichte von Blijenbeek und seiner früheren Bewohner, der Schenken von Nideggen, in der Erzählung Das Paradieszimmer verarbeitete.
Zur Anlage gehörte das Teehäuschen (theehuisje) an einem Teich. Das Schloss wurde durch eine Bombardierung im Februar 1945 zerstört. Die Ruinen der Außenmauern blieben erhalten.
Der Burggraben rund um Schloss Bleijenbeek ist vom ansässigen Angelverein HSV de voorn Afferden gepachtet und beherbergt einen reichen Bestand an Süßwasserfischen."
(https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bleijenbeek)

Auch zur jüngeren Geschichte Limburgs

- in diesem Landesteil Hollands steht die Ruine - wird auf dem Wander- und Fahrradweg viel Information zur Verfügung gestellt. In der Provinz Limburg begann die Befreiung der Niederlande von der Naziherrschaft (https://liberationroute.de/ )
Also irgendwie - aber ganz anders als zunächst gefühlt - hat die Ruine doch eine Geschichte zu erzählen, nämlich die über die Greueltaten im Rahmen des 2. Weltkriegs und des Dritten Reiches.
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12 Kommentare
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Michael (Micky) Peters aus Goch | 25.03.2017 | 20:04  
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Lothar Dierkes aus Goch | 25.03.2017 | 20:12  
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Lothar Dierkes aus Goch | 25.03.2017 | 20:12  
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Lothar Dierkes aus Goch | 25.03.2017 | 20:13  
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Christiane Bienemann aus Kleve | 25.03.2017 | 20:55  
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Neithard Kuhrke aus Wesel | 26.03.2017 | 11:22  
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Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort | 26.03.2017 | 14:45  
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Lothar Dierkes aus Goch | 26.03.2017 | 16:43  
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Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort | 26.03.2017 | 17:20  
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Lothar Dierkes aus Goch | 26.03.2017 | 19:22  
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Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort | 26.03.2017 | 20:10  
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Sascha Junghenn aus Goch | 27.03.2017 | 16:30  
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