Unendlich viele Highlights: Kolpingchor Goch wird 125

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Der Kolpingchor Goch in seiner aktuellen Besetzung.
 
Der Vorstand des Gesellenvereins im Jahre 1887
Helene Fischer machen sie nicht, sagen Paul Verheyen und Günther Hemmers verschmitzt lachend. Aber Maffays „Sieben Brücken“ oder Cat Stevens sind gebongt. Ebenso wie das Adiemus von Karl Jenkins. „Der Kolpingchor Goch ist vielseitig, jung geblieben und vor allem bemüht, sich zukunftsweisend zu entwickeln“, erzählt der Chorleiter Paul Verheyen. Dies alles möchten die Sangesbrüder in ihrem Jubiläumsjahr einmal mehr unter Beweis stellen.


Denn diesem Jahr feiert der Kolpingchor 1890 Goch sein 125-jähriges Bestehen. Auftakt der Jubiläums-Feierlichkeiten bilden eine Festmesse, ein Festakt sowie ein öffentliches Freundschaftssingen am Sonntag, 14. Juni. Am 31. Oktober krönt ein großes Jubiläumskonzert im Collegium Augustinianum Gaesdonck das Jubiläumsjahr. „Der Chor war ehemals sehr konservativ ausgerichtet, mein Vorgänger Hermann Thömmes hat hier seinerzeit völlig neue Wege beschritten“ erinnert sich Paul Verheyen. Als er im Jahre 1980 von Köln nach Goch zurückkehrte, sei der bekennende Beatlesfan schnell Feuer und Flamme für die Aktivitäten des Kolpingchores gewesen.

Durch glücklichen Zufall dazu gestoßen


Nach den Highlights aus der Chorhistorie gefragt, verrät der Erste Vorsitzende Günther Hemmers - er wurde übrigens durch einen „glücklichen Zufall“ vor 50 Jahren bei einer geselligen Runde als Chormitglied „gecastet“ : „Unendlich viele“. Eine Auswahl: Die Seligsprechung des Arnold Janssen in Rom, eine Messe in der Kranenburger Kirche, die das ZDF übertrug und der Auftritt einiger Sangesbrüder während einer Messe von Josef Ratzinger unterhalb des Petrus-Domes.
Die Feierlichkeiten am 14. Juni starten übrigens mit einem festlichen Gottesdienst um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche St Maria Magdalena. „Der Chor hat eigens hierzu die Messe brève, eine dreistimmige Orgelsolomesse von Charles Gounod, einstudiert“, erzählt Paul Verheyen. Diese würde durch eigene Solisten vorgetragen und durch Mathias Nobel an einer provisorischen Orgel begleitet, da sich die neue große Orgel leider noch im Aufbau befände.

Der Festakt mit geladenen Gästen beginnt gegen 11 Uhr, Gesangseinlagen werden für einen festlichen Rahmen sorgen. „Für diesen besonderen Anlass konnten wir die Sopranistin Maria Klier, übrigens eine Tochter eines unserer Kolpingchorsänger, verpflichten“, freut sich Verheyen. Die Sängerin ist festes Ensemblemitglied am Theater Hagen und wird Lieder von Franz Schubert sowie Arien aus der „Zauberflöte“ von W.A. Mozart präsentieren. Die Begleitung am Flügel übernimmt der Musikpädagoge Thomas Janßen. „Als abschließenden Leckerbissen wird der Kolpingchor gemeinsam mit Maria Klier das Duett der Pamina und des Papageno aus der ‚Zauberflöte‘ aufführen“, so Verheyen. In einer entsprechenden Bearbeitung von Paul Naberfeld wird anstelle des Papageno der vierstimmige Kolpingchor singen.

Ab 14 Uhr findet dann ein Freundschaftssingen statt, zu dem die Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist. Teilnehmende Chöre: Der Weberstadt Frauenchor Goch, der MGV Frohsinn 1904, der Kevelaerer MGV 1896, der MGV Materborn 1919, der Grensland-Mannenkoor Siebengewald1982 sowie der MGV Weeze 1913.

Am 31. Oktober findet um 16 Uhr in der Aula des Collegium Augustinianum Gaesdonck das Jubiläumskonzert zum Abschluss der Jubiläumsaktivitäten statt. Sein Motto lautet: „Das Beste aus dem Notenschrank erklingt Frau Musica zum Dank“. „Das Konzert soll die Bandbreite aus 125 Jahren Bestehen abbilden sowie auch die Vielseitigkeit des Chores demonstrieren“, erzählt Paul Verheyen. Annähernd 500 Titel stünden hierzu im Notenschrank zur Auswahl.
Daraus könnten daher nur beispielhaft für die verschiedenen Genres ausgesuchte Chorsätze und Soli zu Gehör gebracht werden. Diese sollen selbstverständlich möglichst alle ‚Highlights‘, und in jedem Fall vom Kolpingchor gepflegte Chorsätze oder Sololieder sein.

Barbershop-Gesänge Ständchen und mehr


Außerdem werden die Sänger auch Beispiele ihrer weiteren sängerische Aktivitäten außerhalb der regulären Probenarbeit zu Gehör bringen: Barbershop- Gesänge des Doppelquartetts, ungezwungenes Singen von Liedern nach der Probe, Ständchen von Kolpingchorsängern zu festlichen Anlässen bis hin zu karnevalistisch angehauchtem Liedgut.Auch solistische Einlagen aus den Konzerten werden aufgenommen, sowohl mit Sängern aus den eigenen Reihen als auch mit dem professionellen Sänger Frank Fritschy. Als abschließenden Höhepunkt erwartet das Publikum ein großen Potpourri, bestehend aus Ausschnitten aus insgesamt 17 Schlagern und Evergreens der jüngeren Vergangenheit mit Instrumentalbegleitung und Percussion aller Art.

Info:

Der Kolpingchor Goch ging aus dem katholischen Gesellenverein Goch hervor, der im Jahre 1862 gegründet wurde. „Präses Kaplan Büscher rief seinerzeit dann den Männerchor ins Leben. Der Chor ist Mitglied im Deutschen Sängerbund ist und zählt derzeit 62 männliche Sänger zwischen 30 bis 88 Jahren. Chorprobe ist freitags von 20 bis 22 Uhr im Kolpinghaus Goch. Einstudiert wird moderne, klassische und geistliche Chormusik. Das Repertoire reicht von lateinischen und russischen Gesängen bis hin zu Negro-Gospel-Spirituals. Eine Festschrift zum Jubiläum mit circa 120 Seiten Kolpingchorgeschichte befindet sich in Druck .
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