Vor 25 Jahren wurde das Bürgerhaus Wemb feierlich eingeweiht: Beim Abriss und Aufbau packten die Bürger mit an

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Ob außen oder innen: Vor 25 Jahren gab es jede Menge Arbeit für die Wember und Hees-Baaler. Fotos: privat

Als 1991 die Gaststätte Denißen in Wemb mangels Nachfolger den Betrieb einstellte, stand der Ortsteil vor einem Problem: Mit der Gaststätte verschwand der einzige große Saal im Ort, der von Vereinen, Gruppen und der Kirchengemeinde für Veranstaltungen genutzt werden konnte. Eine Alternative musste her, und so schlossen sich die Wember Vereine, Gruppen, die Pfarrgemeinde und die Schützenbruderschaft Hees-Baal zusammen. Ihr Ziel: Die Eröffnung eines Bürgerhauses.

WEMB. Zudem hatten die Pfarrgemeinden Heilig-Kreuz Wemb und Hees-Baal beschlossen, ein neues Pfarrheim zu bauen. Kirchengemeinde und Gemeinde saßen plötzlich in einem Boot. Zusammen am Ruder Pfarrer Edgar Fritsch, Bürgermeister Karl Willems und Gemeindedirektor Heinz Wienen.
Auf der Suche nach einem geeigneten Standort entschloss sich die Vereins- und Gruppengemeinschaft Wemb-Hees-Baal, das Grundstück der ehemaligen Gaststätte im Herzen des Ortsteiles weiter zu nutzen. Die alte Gaststätte wurde abgerissen, ein Bürgerhaus errichtet. Finanziert haben das Projekt die Gemeinde und die Vereine. Als das Gebäude abgerissen wurde, haben Vereinsmitglieder ehrenamtlich die Steine abgeklopft (in 3.250 Arbeitsstunden bis zur Eröffnung), um durch den Weiterverkauf einen Beitrag zum Bau des neuen Bürgerhauses zu leisten. Zur Kirmes 1992 wurde das Bürgerzentrum Wemb (in Doppelfunktion als Bürgerhaus und Pfarrheim) eingeweiht. Betrieben wird das Bürgerhaus seitdem von der Vereins- und Gruppengemeinschaft Wemb-Hees-Baal e.v..
Finanziert wird der Betrieb vor allem durch die Vermietung des Saales, in dem Platz für etwa 250 Personen ist. "Wir haben ungefähr jedes zweite Wochenende eine Hochzeit, außerdem Geburtstags- und Jubiläumsfeiern", erklärt Geschäftsführer Johannes Bernes. Eigentlich steht jedes Wochenende eine Veranstaltung an. Vorrang haben aber immer die in der Gemeinschaft organisierten Vereine und Gruppen. Insgesamt kommt das Bürgerhaus auf 150 bis 200 Termine pro Jahr, dabei steht der linke Gebäudeteil des Bürgerhauses den "weltlichen" Mitgliedern zur Verfügung, also den Vereinen und Gruppen, der rechte Teil der Pfarrgemeinde. Organisiert ist die Vereins- und Gruppengemeinschaft Wemb-Hees-Baal in einem Gremium mit Vertretern aller Vereine und der Kirchengemeinde. Gemeinsam werden alle Entscheidungen getroffen, die das Bürgerhaus betreffen.
Durch die Vermietungen werden auch Sanierungsarbeiten und Erweiterungen finanziert, wie etwa der Brunnen vor dem Bürgerhaus, der 2000 errichtet wurde. Die Arbeit übernahmen die Vereinsmitglieder ehrenamtlich, "für 'ne Flasch' Bier". 
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