Auf nach Parookaville für die Gleichstellungsbeauftragten aus Weeze, Goch und Kevelaer

Die Gleichstellungsbeauftragten aus Goch, Weeze und Kevelaer sind beim Parookaville vertreten.
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  • hochgeladen von Christian Schmithuysen

GOCH/WEEZE. Mit einer innovativen Idee und dem Sinn neue Zielgruppen zu erreichen, haben sich die neuen Gleichstellungsbeauftragten in der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen Goch, Weeze und Kevelaer eine völlig neue Plattform gesucht. Vor Ort in Weeze haben sie diese gefunden: Parookaville!
„Die Zeit ist knapp und wir müssen das Ganze jetzt innerhalb von 4 Wochen stemmen. Aber die Kürze der Zeit beflügelt uns zu vielen Ideen, die wir gemeinsam umsetzen und anbringen wollen“, so Nicola Roth, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Weeze.
Mit Respekt, Akzeptanz und Toleranz wollen sie die Menge erreichen und die Themen der Gleichstellung transportieren. „Denn junge Leute müssen angesprochen werden, sie kommen nicht zu uns ins Büro, wir müssen sie draußen erreichen“, stellt Friederike Küsters, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goch fest.
„Die Gleichstellung umfasst viele Themen und ist auch mit einer öffentlich wirksamen Funktion verknüpft. Gerne möchten wir aus der Nische raustreten, diese Meinung vertreten wir mit voller Überzeugung“, fasst Marika Perez, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kevelaer zusammen.
Es geht beim Parookaville darum Präsenz für die Kommunen zu zeigen und die Gleichstellung in die Öffentlichkeit zu bringen, denn meist lautet die erste Frage:
Gleichstellungsbeauftragte? Was ist das denn?
Gemeinsam mit Jugend gegen AIDS e. V. werden sie einen Stand beziehen und wichtige Utensilien für das Festival mit den Botschaften um Respekt, Toleranz und Akzeptanz verteilen, die in der Stadt Nutzen finden. Zum Beispiel: Taschentücher, Pflaster, Kondome.
Jugend gegen AIDS ist eine ehrenamtliche Initiative junger Menschen für die Gesellschaft von morgen. Sie leisten leidenschaftlich Aufklärungsarbeit auf Augenhöhe. In Schulworkshops für Gleichaltrige, auf Festivals und Events und mit großen Öffentlichkeitskampagnen setzen sie sich für eine vielfältige und aufgeklärte Gesellschaft ein, in der Sexualität niemals ein Grund für Ausgrenzung, Angst und Stigma ist. „Es geht uns einfach um den Grundgedanken der Gleichstellungsarbeit im Rahmen von Frauenfreundlichkeit, Männerfreundlichkeit, tabulosem Umgang mit Homosexualität. Ein großes Miteinander voller Respekt!“, so die Gleichstellungsbeauftragten.
Zuletzt nicht auch der Gedanke, dass es in der Welt von Parookaville auch eine Gleichstellungsbeauftragte geben könnte. Denn wer schon ein Postamt, Standesamt und eine Bank samt eigener Währung hat, sollte vielleicht auch diese Chance nutzen.
Schon bei den ersten beiden Editionen des Parookaville haben sich die Bürger des inzwischen größten deutschen Dance-Festivals durch ihre besondere Friedlichkeit und dem gegenseitigen Respekt ausgezeichnet – ganz nach dem „Gesetz“ des fiktiven Gründungsvaters Bill Parooka: „Mögen Wahnsinn, Liebe und pure Glückseligkeit regieren!“. Das Ziel der gemeinsamen Aktion, die jungen Besucher ohne bürokratische Hürden weiter für die Werte der Gleichstellung zu sensibilisieren, fällt in Parookaville also mit großer Sicherheit auf fruchtbaren Boden.
Die Kommunen müssen sich für die Zukunft stärken, das fängt bei der Jugend und den jungen Erwachsenen, der sogenannten Generation Y und Z, an. Und wo findet man am kommenden Wochenende eine bessere Gelegenheit als beim Parookaville?

Autor:

Christian Schmithuysen aus Goch

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