Das i-Dötzchen vom Gocher Wochenblatt hat das Abitur gebaut

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Für Jens-Ole Paul war 2003 ein absolut ereignisreiches Jahr, nicht nur für den damals Sechsjährigen, sondern auch für seinen Vater Hans-Otto: Während der Junior Anfang September eingeschult wurde, hatte Senior Paul als Leiter die leidvolle Aufgabe, die Standortverwaltung zu schließen.

Von Franz Geib

Der eine machte den Abgang, der andere den Zugang. „Ganz schön viel“, meinte damals der Kleine als er von der Klassenlehrerin Jutta Lödige zum ersten Mal erfuhr, welche Arbeitsmaterialien er zu seinem ersten Schultag an der Liebfrauenschule mitbringen sollte: Rote, gelbe, grüne Hefter, Ordner und Schreibmäppchen, Anspitzer, Kleber, Schere und noch mehr ...

Lesen, schreiben, rechnen und noch so'n Zeugs


Aber gefreut hat er sich doch, wie er kurz vor dem Start in den Ernst des Lebens formulierte: „Da lertnt man lesen, schreiben, rechnen und noch so‘n Zeugs ...“
Und dann war es am 16. September 2003 tatsächlich soweit: Jens-Ole war jetzt ein echtes i-Dötzchen. Wie der Anfang war? „Ein Klacks“, meinte der Gocher. Und seine Lehrerin Frau Lödige war tatsächlich so nett, wie er vermutete ...
Allerdings dauerte sein Engagement an der Liebfrauenschule nur knappe zwei Jahre, dann stand für seinen Vater Hans-Otto beruflich bedingte Umzug nach Greven an, wie Jens-Ole dem Gocher Wochenblatt vor rund zwei Wochen schrieb.
Nach dem Umzug im August 2005 besuchte er zunächst die Martin-Luther-Grundschule in seiner neuen Heimatstadt und wechselte dann nach der vierten Klasse zum Gymnasium Augustinianum: „Das war in zweierlei Hinsicht eine große Umstellung. In der Grundschule waren wir rund 170 Schüler, im Gymnasium 1. 300!“

Unterrichtsstunden dauerten auf einmal 60 Minuten



Und auch die Unterrichtsstunden dauerten länger, statt der üblich 45 Minuten mussten die Schüler jeweils 60 Minuten pauken.
„Das kam mir allerdings zu Gute, denn ich konnte meine Freistunden wegen der Nähe zur Wohnung daheim verbringen“, so der junge Herr Paul zum Wochenblatt.
Aus dem 1. und 2. Schuljahr wurden Sexta, Quinta, Oberprima, die Fächer hießen nunmehr Mathematik, Deutsch, Philosophie statt Rechnen, Schreiben, Lesen.
„Meine Lieblingsfächer waren Englisch und Chemie“, berichtete der Ex-Gocher. Beide Fächer hatte der Pennäler bis zum Abitur als Leistungsfächer, machten Spaß und fielen dementsprechend leicht.

"In jeder Flasche steckt ein Genie!"


„Unser Fachlehrer ließ mir und meinem besten Freund in Chemie viel Freiraum zum planen und umsetzen von Experimenten. So manches war dann sehr explosiv.“ Ansonsten waren die vergangenen zwei Jahre verhältnismäßig anstrengend und zeitlich sehr aufwändig, erläutert der Grevener den Ernst des Lebens: Den Lohn für die Mühen sollte er dafür bald in den Händen halten: das Abiturzeugnis.
Mit rund 800 Personen wurde das Ereignis in einem großen Party-Zelt am Grevener Flughafen Münster-Osnabrück gefeiert, das Motto: „ALABIN - In jeder Flasche steckt ein Genie!“

Kein Problem mit dem Jugendschutzgesetz


Apropos: Pünkltlich zum Abi-Ball hat Jens-Ole seinen 18. Geburtstag feiern können und somit keine Probleme mit dem Jugendschutzgesetz. Prost!
Die Zukunft hat er längst umrissen: „Im Juli habe ich mich nunmehr für ein Studium der Chemie an der Wilhelms-Universität in Münster angemeldet und hoffe auf baldigegen, positiven Bescheid.“
Im Studium wird er weiterhin zuhause wohnen, Münster ist von Greven aus gut zu erreichen und nur 20 Kilometer entfernt. Sein Berufswunsch soll ihn später in die Forschung bringen.

Vater Hans-Otto Paul ist im wohlverdienten Ruhestand


Am Rande bemerkt: Sein vielen Gochern bekannter Vater Hans-Otto war bis September 2013 Leiter des Bundeswehr-Leistungszentrums in Münster und ist mittlerweile im wohlverdienten Ruhestand. Das Gocher Wochenblatt wünscht beiden und der Familie alles Gute für die Zukunft.
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