Gewaltiges Projekt - Windkraftanlagen in Kalbeck sind voll im Plan - Inbetriebnahme im 1. Quartal 2017 geplant

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Goch: Kalbecker Busch |

Es sei ein so "gewaltiges Projekt", welches da in den Kalbecker Boden gestellt wird, das könne man nur machen, wenn alle Beteiligten von Anfang an mitgenommen werden, meinte am Montagabend Max Freiherr von Elverfeldt beim Ortstermin mit den Weezer Ratsvertretern an der Baustelle für die vier geplanten Windkraftanlagen. "Schließlich will ich auch weiter mit Spaß auf die Weezer Kirmes gehen!", schmunzelte der CDU-Ortsverbandsvorsitzende.

VON FRANZ GEIB

Kalbeck. Von weitem sind die vier Betonsäulen schon zu sehen und dabei haben sie ihre endgültige Höhe von 207 Metern noch gar nicht erreicht. "Bis auf eine Anlage sind die Betonarbeiten abgeschlossen, jetzt kommen jeweils zwei Stahl-Großsegmente oben drauf, abschließend die Gondel und Nabe mit ihren drei Rotorblättern", erläutert Frank Dudek, Geschäftsführer der Bürgerwind Weeze Planungsgesellschaft.
Nachdem der Kreis am 30. Mai den Genehmigungsbescheid rausschickte, ging es direkt los, um die gewaltige Herausforderung zu stemmen, wie Frank Dudek ausführte. Allein für das riesige Fundament mussten knapp 70 Tonnen Stahl verbaut, und drei Betonwerke beauftragt werden, um den Sockel in einem Guss zu errichten. Und Schwierighkeiten gab es genug, so Dudek. So behinderte der andauernde Starkregen im Frühjahr zunächst den planmäßigen Bau des riesigen Fundamentes und durften die riesigen Transport-Lkw nur mit maximal 10 km/h über die Kalbecker Straße fahren, da darunter die für Weeze und den Flughafen Weeze wichtige Hauptwasserleitung verläuft. "Wenn diese beschädigt worden wäre, hätten wir ein echtes Problem gehabt", so Dudek. Wie Lego-Bausteine wurden in den vergangenen Monaten die einzelnen Beton-Ringelemente aufeinander gesetzt und verschraubt. Mit zwei Bautruppps wurde an jeder Anlage gewerkelt, denn Zeit ist bekanntlich Geld, so der Geschäftsführer: "Ein Kran kostet 18.000 bis 20.000 Euro pro Tag!"
Trotz aller Hindernisse liege man derzeit mit dem Bau der vier Windenergieanlagen vom Typ Enercon E-115 voll im Plan. Sollten es die Wetterverhältnisse zulassen, nur bei absoluter Windstille lassen sich die Rotorblätter an die Nabe anbringen, geht Bauleiter Georg Kühling davon aus, den Anlagenbau bis Ende Dezember/Mitte Januar abgeschlossen zu haben, so dass die vier Windräder noch im ersten Quartal des kommenden Jahres in Betrieb gehen könnten.
Pro Anlage werden bis zu 65 Schwertransporte, 35 weitere Lkw sind nötig um je einen Großkran aufzubauen. Die nächste Großtransporte stehen bereits in den Startlöchern, um die jeweils 45 Meter langen Rotorblätter anzuliefern. "Die sollten eigentlich schon vor Ort sein, doch die Polizei hatte kein Personal zur Begleitung abstellen können", so Dudek. Im Inneren werden jeweils 50 Stahlseile den gesamten Turm zusammenhalten, wenn er ins (eingeplante) Schwanken gerät. Bis zu vier Meter neigen sich die Türme bei entsprechenden Windverhältnissen ... Die Dimension der Windräder von Kalbeck lässt sich im Vergleich zu den Häusern und Bäumen erkennen.Foto: Steve
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Gottfried (Mac) Lambert aus Goch | 07.11.2016 | 16:40  
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