Mein Freund der (Tannen)Baum

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Weihnachtsbäume haben derzeit Hochkonjunktur. Der Trend geht dabei hin zum "Zweitbaum". Foto: Steve
Alle Jahre wieder steht der Kauf eines Tannenbaumes an. Die Ansprüche an ihn haben sich jedoch im Laufe der Jahre stark verändert. Zudem geht der Trend Richtung "Zweitbaum".

GOCH/UEDEM/WEEZE. Gerade gewachsen soll er sein, satte grüne Nadeln haben und ebenmäßig angeordnete Zweige besitzen. "Der Trend geht hin zu einem makellosen Weihnachtsbaum", versichert Bernd Hesseling. Der Chef des Bauernmarktes Lindchen muss es wissen. Gehört er doch zu den rund 15 Höfen und Wäldern aus den Kreisen Kleve und Wesel, die sich längst auch auf die Anpflanzung von Tannenbäumen spezialisiert haben. "Unsere Planung läuft bereits jetzt für das Jahr 2030", plaudert Hesseling aus dem Nähkästchen. "Immerhin braucht eine Nordmanntanne gut zwölf Jahre bis sie eine Höhe von 1,70 bis 2 Meter erreicht hat." Aber auch das künftige Kundenverhalten müssen die Anbieter bereits heute im Blick haben.

Der Trend geht zum Zweitbaum

Rund 30 Mio. Weihnachtsbäume wechseln alleine dieses Jahr in Deutschland ihren Besitzer. Längst nicht unter allen liegen später auch die Geschenke. "Der Trend geht ganz klar zum Zweitbaum", klärt Bernd Hesseling auf. Im Vorgarten oder auf dem Balkon seien zunehmend kleinere Exemplare gefragt. Und auch zur Dekoration auf dem Schreibtisch würden viele sich inzwischen ein Bäumchen hinstellen. Das Angebot ist groß. "Die Produktion kommt dem Bedarf nach", so der Experte. Deshalb seien die Bäume diesmal auch recht günstig. Das würde bereits bei 5 Euro den laufenden Meter für eine Fichte anfangen, wobei eine Nordmanntanne sich im Bereich ab 15 Euro pro Meter bewegen würde. "Alles erschwinglich", findet der Fachmann. Weshalb sich auch der Tannenbaumklau heutzutage nicht mehr lohnen würde. "Da ist die Säge im Baumarkt ja teurer...", schmunzelt der Landwirt. Angst vor dem Online-Verkauf hätten die lokalen Anbieter ebenfalls nicht. "Jeder hat einen anderen Geschmack", sagt Hesseling. "Beim Kauf möchte man lieber was in der Hand haben."
Hierzulande ist dies größtenteils eine Nordmanntanne. Sie ist mit fast 80 Prozent der mit Abstand beliebteste Baum. Dann folgen die Blaufichte mit 15 Prozent, sonstige Fichten und die Edeltanne. Momentan sei ein guter Zeitpunkt, sich einen Tannenbaum fürs Weihnachtsfest anzuschaffen. Die Auswahl ist noch reichlich und haltbar sei das Nadelgehölz auch. Bis zum Fest sollte der Baum an einer schattigen Stelle draußen in einem Eimer mit Wasser und abgenommenen Netz aufgestellt werden. Bevor er ins Zimmer kommt, sollte man ihn erneut ansägen und ihn in einen Ständer mit Wasser, einem Esslöffel Zucker oder Blumenfrisch stellen. Ein Standort möglichst weit weg von der Heizung und tägliches Gießen verlängern sein Leben.

Trends

Die Natur-Weihnachtsbaum verliert nicht an Bedeutung. Mehr und mehr junge Paare entscheiden sich für diese Tradition.
Die Nachfrage nach kleineren Bäumen von 1,50 bis 1,75 Meter nimmt zu.
Regionalität: 30 Prozent der Bäume werden direkt bei landwirtschaftlichen Betrieben gekauft, weitere 30 Prozent im Straßenhandel und der Rest in Supermärkten sowie in Garten- und Baumärkten.
Geerntet werden die Bäume im Alter von acht bis zwölf Jahren. (Quelle: SDW)
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