Nähe zu den Unternehmen

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Premiere für den Gocher Bürgermeister Ulrich Knickrehm: Erstmals begrüßte der neue ers­­te Bürger die Gäste beim Unternehmerabend mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve.

Für den neuen Bürgermeister der Stadt Goch, Ulrich Knickrehm, war es der erste Unternehmerabend mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve. Und so verwunderte es wenig, dass die etwa 60 Gäste im Haus ter Kelling nicht nur Interesse an den Kernaussagen des neuen ersten Bürgers zeigten.

Nein, beim abschließenden gemeinsamen Weckmann-Essen unter stattlichem Weihnachtsbaum diskutierte man auch die Zwischentöne. „Wirtschaftsförderung heißt für mich kümmern. Kümmern um die, die kommen sollen, aber kümmern auch um die Sorgen, Nöte, Interessen und Wünsche derjenigen, die schon hier sind, kümmern um ein attraktives Investitions- und Ansiedlungsklima und um kurze Hierarchien. Kurzum: Wirtschaftsförderung ist für mich kommunale Serviceleistung“, betonte Knickrehm, während der Applaus der anwesenden Firmenchefs laut und lauter wurde. Der neue Bürgermeister ließ keinen Zweifel daran, dass er auch künftig die Nähe zu den heimischen Unternehmern suchen wird.
Gleich mehrfach stützte er sein Vokabular auf Formulierungen wie „heimische Wirtschaft“ und vergaß nicht, die Stadt Goch als seine Heimatstadt herauszustellen. Kurzum: Knickrehm suchte den engen Schulterschluss zu all´ denen, die in der Miteinander-Stadt an den Hebeln der Wirtschaftskraft sitzen.
Eine bessere Standortvermarktung werde man zusammen mit der Gemeinde Weeze und den angrenzenden Kommunen auf niederländischer Seite über ein Euregio-Projekt erreichen wollen, das die Region abseits der niederländischen Zentren von Nimwegen und Venlo einbindet. Mit dem Projekt „Doortrekken A77“ solle eine Autobahnverbindung zwischen Boxmeer und Veghel, also eine Verlängerung der A57 in den niederländischen Raum erreicht werden. Den Tourismus nannte Knickrehm „einen wichtigen Wirtschaftsfaktor“. Man wolle sich gemeinsam mit Nachbarkommunen um eine bessere Darstellung von Wanderwegen rund um den Reichswald einsetzen. Auch dies sei als Euregio-Projekt ausgelegt.
Der Blick in die statistischen Daten zeige, so Knickrehm, für die Stadt Goch 8.537 Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte – mehr denn je zuvor in der Geschichte der einstigen Weberstadt. Und auch die für den örtlichen Einzelhandel so wichtige Zentralitätskennziffer stimme hoffnungsfroh. Hier rangiert der Standort Goch mit 114 Punkten an zweiter Stelle des Kreisgebietes. „Tatsachlich ist die Zentralität in Goch etwas höher als sogar in Moers und Wesel“, so Knickrehm. Die Kreis-WfG betonte beim aktuellen Unternehmerabend für das Tourismus-Segment, dass der diesjährige Busunternehmer-Tag mit über 100 teilnehmenden Unternehmen im Nierswalder Landhaus einen würdigen Abschluss gefunden habe. Mit 34 Ferienwohnungen, davon elf klassifiziert, habe sich Goch entsprechend dem kreisweiten Trend entwickelt.

Auslastung allerorten


Es müsse jetzt das Ziel sein, so die Kreis-WfG, eine entsprechende Auslastung allerorten zu erreichen, die insbesondere den Betreibern Spaß mache.
Professor Dr. Ralf Bauer, der von der Hochschule Rhein-Waal stammende Hauptreferent des Abends, brachte den Anwesenden wichtige Tipps für anstehende Bankengespräche mit. Der heutige Wahl-Klever hatte die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve auf ihrer Reise durchs gesamte Kreisgebiet begleitet.
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