Neubau des Hildegardis-Hauses in Goch für 7,5 Mio. Euro

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Hier wird gebaut: Alexander Noack (Geschäftsbereichsleiter), Stefan Schulte-Werflinghoff (Pflegedienstleitung) und Angelika Well (Einrichtungsleitung) mit den Plänen zum Neubau des Hildegardis-Hauses. Foto: privat

Die Bewohner des Hildegardis-Hauses können sich über einen großzügigen Neubau freuen. Auf knapp 4.000 Quadratmetern entstehen neben komfortablen Zimmern für 63 Bewohner zusätzlich 12 Plätze für außerklinische Beatmung.

GOCH. Die Bauarbeiten beginnen noch 2017 und werden etwa 18 Monate dauern sein. Die Kosten für den Neubau im Park des Wilhelm-Anton-Hospitals betragen etwa 7,5 Millionen Euro. „Bewohner und Mitarbeiter werden gleichermaßen profitieren“, ist sich Alexander Noack, Geschäftsbereichsleiter Senioreneinrichtungen der Katholischen Karl-Leisner-Pflegehilfe, sicher. Im Zentrum des Neu- und Umbaus steht die Umstellung der Pflegeeinrichtung auf das Wohngruppenprinzip. Eine große gemütliche Wohnküche mit Essbereich bildet das Herzstück der fünf Wohnbereiche. Die Bewohner (Wohngruppen von 11 bis 13 Personen) treffen sich hier zu den Mahlzeiten und für gemeinschaftliche Aktivitäten. „Wir bemühen uns um eine möglichst behagliche Atmosphäre“, erklärt Alexander Noack, der zusätzlich zu seiner Arbeit in der Pflegehilfe auch Regionaldirektor des Kalkarer St. Nikolaus-Hospitals ist.
Ein weitere großer Schritt: Künftig wird es im Hildegardis-Haus nach Möglichkeit nur noch Einzelzimmer geben, 15 Quadratmeter groß, alle mit eigenem Bad ausgestattet. Der Gesetzgeber verlangt von allen Seniorenpflegeeinrichtungen ab dem Jahr 2018 eine Einzelzimmerquote von 80 Prozent. Noacks Ziel sind 100 Prozent: „Das Haus wird nach dem Umbau fast Hotelcharakter haben“, freut sich Angelika Well, Leitung des Hildegardis-Hauses. „Wir heben Raumgefühl und Zusammenleben, Ausstattung und Arbeitsumfeld auf ein ganz neues Niveau.“
Die Nähe zur Klinik für Innere Medizin/Pneumologie im Wilhelm-Anton-Hospital ist für Bewohner, die auf eine sogenannte „außerklinische Beatmung“ angewiesen sind, ein großes Plus. zwölfolcher Plätze werden mit dem Umbau eingerichtet. Beatmungspatienten sind teilweise oder vollständig auf eine Beatmung angewiesen. „Das bedeutet einen erheblichen Mehraufwand“, erläutert Noack. Geräte und Zubehör sind High-Tech. Die Pflege ist sehr intensiv, in der Regel ist eine 24 Stunden-Betreuung erforderlich.
„Die Bauarbeiten im Park des Wilhelm-Anton-Hospitals beginnen sobald die Baugenehmigung vorliegt“, informiert Alexander Noack. „Die Bewohner sind von den Bauarbeiten nicht unmittelbar betroffen. Sie ziehen erst nach Fertigstellung des Neubaus in eben diesen um.“ Anders als derzeit wird das Hildegardis-Haus künftig einen separaten Haupteingang haben, der über die Kalbecker Straße zu erreichen ist. Bisher ist der Zugang nur über den Haupteingang des Wilhelm-Anton-Hospitals möglich.
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