Post aus Kessel und Kranenburg: 11.111 Unterschriften gegen die Windräder im Reichswald

Wann? 08.10.2016 09:30 Uhr

Wo? Kaiser-Otto-Platz, Stephanusweg, 47574 Goch DE
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Goch: Kaiser-Otto-Platz | Düsseldorf bekam Post aus Kessel: Am Mittwoch haben Vertreter des Verkehrs- und Heimatvereins Kessel und der Bürgerinitiative Gegenwind im Reichswald e.V. 11111 Unterschriften und 1297
persönliche Eingaben von Mitbürgern gegen den geplanten Bau von Windkraftturbinen im und am Reichswald persönlich an den Regierungsvizepräsidenten Schlapka übergeben.
Die Delegation ist mit einer 37-köpfigen Gruppe engagierter Reichswaldschützer,
ausgestattet mit Spruchbändern, großen Bannern und körbeweise Unterlagen vor dem Bezirksregierungsgebäude vorgefahren und haben dort mit Sprechchören auf ihren Protest aufmerksam gemacht und Ihren Unmut zum Ausdruck gebracht.
Die Sprecher der Bürgerinitiativen, Jeroen Boot und Bettina van Meegen, konnten
stellvertretend für alle betroffenen Bürger der Region auf niederländischer und deutscher Seite, in einem ausführlichen Gespräch mit Herrn Regierungsvizepräsident Schlapka, ihre Besorgnis, ihr Unverständnis und ihren Protest gegenüber den geplanten Maßnahmen ausdrücken. Die Problematik der geplanten Standorte im Reichswald mit allen Folgen und Gefahren für Mensch und Tier wurde dem Vizepräsidenten ebenfalls sehr eindringlich dargelegt. „Das Interesse des Regierungsvizekanzlers und die persönliche Entgegennahme der Eingaben und Unterschriftenlisten unterstreicht die Brisanz des Themas und beweist
ganz offensichtlich, dass die Bezirksregierung mittlerweile erkannt hat, dass hier wichtige Bürgerbelange zur Debatte stehen und die geplante Errichtung von Windkraftanlagen im Reichswald aus Sicht der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung unerwünscht ist“, so Peter Sinsbeck, einer der Initiatoren des Kesseler Verkehrs- und Heimatvereins gegen die geplanten Turbinen im Reichswald.
In den letzten Monaten ist der Widerstand gegen die geplanten Windkraftanlagen im
Reichswald rasant angewachsen und immer massiver geworden. Zuletzt haben die
ehrenamtlichen Bürgerinitiativen u.a. durch die Entscheidung des Kreises, den Ausbau der Windkraft im Reichswald nicht zu befürworten, und durch die seitens der Stadtwerke Kleve auf Grund der Gefahren für die regionale Trinkwasserversorgung ebenfalls ausgesprochene Ablehnung, sehr viel Unterstützung erfahren. Davon abgesehen haben die verschiedenen Befragungen gezeigt, dass es nicht nur Einzelmeinungen von Vertretern der verschiedenen Initiativen sind, sondern die breite Bevölkerung die geplanten Megaturbinen im Reichswald ganz entschieden ablehnt.
Wir weisen nochmals darauf hin, dass solange keine Änderung des Regionalplans 2 von Düsseldorf beschlossen wird, „die Kuh noch nicht vom Eis ist “! Der Widerstand darf nicht ruhen bis Klarheit herrscht und das Thema Windkraft im/ am Reichswald endgültig vom Tisch ist, so Jeroen Boot und Bettina van Meegen.
Auch beim Kreis Kleve werden die gesammelten Unterschriften übergeben. Viele besorgte Kinder und Jugendliche empören sich ebenfalls über die geplanten Baumaßnahmen im Reichswald und haben persönliche Einwände erhoben und an Herrn Landrat Spreen gerichtet.
Am Samstag, 8. Oktober, findet zudem ein Protestmarsch mit Startpunkt um 10. 30 Uhr am Parkplatz Frasselt, Kreuzung Gocher Strasse/Treppkesweg und anschließender zentraler Veranstaltung um 12 Uhr im Zentrum von Kranenburg statt.
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