Veränderte oder gestörte Weltbilder? - Ein persönlicher Kommentar

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Goch: Gocher Wochenblatt | 

Ich hätte nie geglaubt, mich jemals nochmals in einer Welt wiederzufinden, in der offensichtlich logische Brüche normal, grundsätzliche politische Entscheidungen gegen jede Vernunft und Rat und die Verleugnung ethisch moralischen Werte durch politische Führungen auf allerhöchstem Niveau offenbar zu normalem ideologischen Rüstzeug von Regierungen werden.


Ist der Wertekanon der sich bei mir als Essenz meines 6 Dekaden währenden Lebens in dieser Welt entwickelt hat also einfach nur mein großer persönlicher Irrtum?
In Zeiten medialer Überschriften und „breaking news“ denken nur noch Wenige Konsequenzen und Entwicklungen wirklich zu Ende und nehmen dabei z.B. wahr, was sich bei näherem Hinsehen für ein bizarres und surreales Bündnis in Folge der Entscheidung des US Präsidenten bzgl. Jerusalem ergibt?
Auf der einen Seite ein narzisstischer, den diversen Nazi-Gruppen in den USA wohlgesonnener, dem KKK und anderen rassistischen Gruppen ideologisch nahestehender Präsident und auf der anderen Seite der Ministerpräsident Israels und in dieser Funktion Hüter und Beschützer der Bevölkerung Israels und aller Juden in der Welt, also nicht nur auf dem Staatsgebiet Israels.
Israel paktiert also indirekt mit denselben Gruppen und der Gesinnung, welche als die proklamierten Erbfeinde der jüdischen Bevölkerung auf diesem Planeten ausgewiesen und bestätigt sind (Nazis, KKK, Rassisten).
Mir fehlen bei dieser Wahrnehmung die Worte, um meine Bestürzung über diese erneute machtpolitische Ignoranz und Unfähigkeit realer Politik von heute angemessen zum Ausdruck zu bringen. Hoch lebe der Opportunismus und das Prinzip „der Feind meines Feindes ist mein Freund“? Hoffentlich sind (wir) nicht Alle von allen guten Geistern verlassen.
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