Vielleicht die Kirche mal im Dorf lassen - der Himmel über Goch stürzt nicht ein.

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Goch: Gocher Wochenblatt | Ja - die Personalmaßnahme Koepp betrifft einen kulturellen Bereich der hervorragend aufgestellt über Goch hinaus anerkannt ist und mit hohem Engagement geführt wurde.
Ja - Herr Koepp ist in seiner Arbeit aufgegangen und hat sich weit über ein normales Maß hinaus mit ihr identifiziert und verschrieben.
Ja - diese personelle Maßnahme, die soweit mir bekannt mit Zustimmung von Herrn Koepp bekannt gegeben wurde, trifft ihn und die Stadt hart.
Ja - Herr Koepp ist ein ausgewiesener Experte und ein langedienter und anerkannter Mitarbeiter in der Verwaltung.
Ja - sein Buch ist unzweifelhaft ein hervorragendes Werk und Aushängeschild in der die Gocher Hintergründe sehr akribisch aufbereitet sind.

Ja - ABER AUCH - er ist durch seine Dienststellung auch hervorragend für andere Arbeiten qualifiziert
Ja - ABER AUCH dazu, dass der amtierende Bürgermeister Herrn Koepp durch die Genehmigung zur Ausübung seiner Nebentätigkeit - d.h. z.B. sein Engagement das Buch/Schriftenreihe über Goch zu schreiben und zu veröffentlichen, sowie den dafür über die dienstlichen Arbeitszeit hinaus erforderlichen Freiraum erst ermöglicht hat.

Herr Koepps Name ist als Autor auf dem Umschlag vermerkt.
Ich habe - nur damit keine falschen Schlüsse aufkommen - keinen Anlass und Absicht daran zu zweifeln, dass die in jeder Verwaltung hierfür geltenden einschlägigen Regeln z.B. bzgl. Urheberrechte und Alimentierungen von dienstlich veranlassten Veröffentlichungen eingehalten wurden.

Ein solches Buch zu schreiben war wohl nur dadurch möglich, dass sich berufliches Umfeld und das private Hobby erheblich überschneiden und vermischen konnten. Deshalb wahrscheinlich das erhebliche auch außerdienstliche Engagement durch Herrn Koepp.

Letztlich aber ist er aber auch ein von der Stadt Goch alimentierter Beamter, für den aus dem Anstellungsvertrag auch jederzeit ersichtlich sein musste, dass sein Dienstherr ihn u.a.bei Bedarf mit anderen Aufgaben betrauen kann. Eine nachvollziehbare Entscheidung auch unter Einbeziehung einer Abwägung zwischen Interessen der Stadt und des Mitarbeiters ist wohl erfolgt. Die Zustimmung von Herrn Koepp, wenn auch nachvollziehbar nicht mit voller Überzeugung, lag wohl auch vor.

Der Rat der Stadt hat der Verwaltung doch wohl vorgegeben, dass Stellenvakanzen aufgrund des Spardiktats intern nachbesetzt werden.

Interne Personalmaßnahmen sind nichts Neues und mit anderen Mitarbeitern der Stadt mit Sicherheit wohl auch schon öfter und ohne öffentliches Aufhebens erfolgt.

Wo war hier die öffentliche Resonanz, denn die Felder die beackert wurden, waren mit Sicherheit genauso wichtig für die Stadt.
Die Rangfolge und Wichtigkeit von z.B. Wirtschaftsförderung oder des Museums gegenüber dem Stadtarchiv/historischem Stadtarchiv möge jeder für sich beurteilen.
Engagement und Einsatz jedes Mitarbeiters sind querschnittlicht durch die Fachabteilungen mit Sicherheit genauso angemessen und engagiert, wie im Stadtarchiv und gehen zum Teil sogar bis zur Inkaufnahme von Nachteilen der eigenen Gesundheit.

Wenn jetzt in Leserbriefen auch noch die Qualifikation der vorgesehenen Nachfolgerin in Frage gestellt wird und sogar deren Entlassung gefordert wird, so halte ich dies zutiefst für beschämend und disqualifizierend oberflächlich argumentiert.

Eine Kommentierung der angedeuteten Revision dieser Personalentscheidung zu einem späteren Zeitpunkt und durch einen neuen Bürgermeister/-in, wie man sie aus einer Stellungnahme des SPD Fraktionsvorsitzenden herauslesen kann, nehme ich zunächst mal als eine relativ unbedarfte Ankündigung eines Politikers zur Kenntnis. Hierzu würde ich auch gerne die Meinung der Kandidatin hören.
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2 Kommentare
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Helmut Rother aus Goch | 22.04.2015 | 20:53  
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Lothar Dierkes aus Goch | 23.04.2015 | 14:50  
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