Vier Fragen an .... heute: Sabrina Albert, Vorsitzende der Jungen Union Mittelkreis Kleve

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Sabrina Albert führt die Junge Union - Mittelkreis - nach der Zusammenlegung auch in die Wahlkämpfe 2017 (Foto: Dank an Frau Albert)
Goch: City | Nach der Zusammenfassung und Fusion der Jungen Union von Goch, Uedem und Weeze steht an der Spitze dieser politischen Vereinigung, die sich als eigenständig, selbstbewußt, liberal, christlich-sozial und konservativ sieht, eine junge, sympathische Dame .... Frau Sabrina Albert. Vor ihr wird eine mit sehr viel Arbeit, Einsatz und Enthusiasmus ausgefüllte Zeit liegen, allein im Jahre 2017 stehen eine Landestagswahl (die in Nordrhein-Westfalen) und die Bundestagswahlen an.

Gerne und unverzüglich war Frau Albert bereit, die Fragen von mir zu beantworten.

1. Im nächsten Jahr ist Bundestags- und Landtagswahl .... wo liegen die größten Herausforderungen für die Junge Union im Wahlkampf?

Wir haben immer noch nicht die Wahlbeteiligung die wir uns wünschen. Insbesondere liegt mir am Herzen, dass junge Leute ihr Wahlrecht nutzen und sich mit der Demokratie auseinandersetzen. Dabei haben wir das Glück in einem Land zu leben das aus der Vergangenheit gelernt hat und die Bevölkerung in ihrer Entscheidung nicht beeinflusst – das sollten wir uns immer wieder vor Augen führen.
Ganz konkret gilt es mit Stefan Rouenhoff das Direktmandat bei der Bundestagwahl zu gewinnen. Ebenso werden wir unsere Landtagskandidaten Margret Vosseler und Dr. Günther Bergmann mit voller Kraft unterstützen. Eine weitere Herausforderung besteht darin den Wählern eine transparente Sicht auf unsere Inhalte zu geben. Das funktioniert in einem persönlichen Gespräch nun einmal am besten. Wir wollen Politik für Jeden machen und uns nicht absetzen, dabei bleibt der Kontakt zu den Bürgern die wichtigste Komponente.


2. Wo liegen die größten Schnittstellen und die bedeutendsten Diskussionsbedürfnisse zur Mutterpartei CDU?

Als junge Menschen machen wir uns jetzt schon Gedanken um unsere Renten. Das späte Renteneintrittsalter und der demographische Wandel sind große Herausforderungen der Zukunft: Die Gesellschaft wird älter. Wenn also mehr Menschen längere Zeit aus einem Rententopf versorgt werden müssen, ohne dass die Zahl der Beitragszahler im gleichen Verhältnis dazu steigt, dann stehen wir vor einem der größten sozialpolitischen Probleme seit der Nachkriegszeit. Wenn wir diesen nicht rechtzeitig auffüllen steht meine Generation in 40 Jahren vor einer Minirente mit der wir unter der Mindestversorgung landen. Hier besteht weiterhin Diskussionsbedarf. Wir wollen Generationsgerechtigkeit – auch über unsere Generation hinaus. Die erreichen wir nicht, indem wir die sozialpolitischen Konzepte der Union einfach abnicken. Wir müssen diese kritisch betrachten und – wenn nötig – auch die unbequemen Fragen stellen.
Die Junge Union strebt aber weiterhin nach den gleichen Werten wie unsere Mutterpartei. Insbesondere Bildung für alle – vollkommen gleich welchen sozialen Hintergrund man hat. Darüber hinaus vertreten wir die gleichen Vorstellungen bezüglich eines starken und krisenfesten Europas und generationengerechter Staatshaushalte. Neuverschuldung und ein „Europa der Vaterländer“ schaden zukünftigen Generationen. Unser Kontinent muss jetzt mehr denn je zusammenstehen, um die vor uns liegenden Krisen zu überstehen. Das insgesamt sind Ideale, die die gesamte Unionsfamilie gegenüber anderen Parteien distanzieren.


3. Ich halte Herrn Rouenhoff für einen fähigen Kandidaten, konnte mit ihm einige Zeit bei Diskussionen und Unternehmensbesichtigungen verbringen - hat er Ihrer Meinung nach reale Chancen bei den Bundestagswahlen?

Stefan hat bereits viel Erfahrung in seiner beruflichen Laufbahn in Berlin und Brüssel gesammelt. Das ist sicher eine gute Ausgangslage sich in im politischen Berlin zu Recht zu finden. Darüber hinaus ist er sehr heimatverbunden und in meinen Augen ein kompetenter Kandidat. Er hat definitiv gute Chancen gegen Frau Dr. Hendricks. Wir stehen als Junge Union Mittelkreis geschlossen hinter ihm und werden ihn im Wahlkampf nach Kräften unterstützen.


4. Mich interessieren die wesentlichen Argumente der JU, bei den Wahlen 2017 die Union zu wählen ... können Sie mir diese nennen?

Die offiziellen Wahlprogramme werden von der Bundes- bzw. Landespartei noch veröffentlicht werden. Da gilt es also noch Abstimmungen zu treffen, was es dann in der kommenden Legislaturperiode umzusetzen gilt. Aber an den brennendsten Forderungen der Union wird sich sicher nichts ändern:
In Bezug auf die Landtagswahl wollen wir mit unseren CDU-Kandidaten endlich wieder den Landeshaushalt in den Griff bekommen. Die Schulden sollen minimiert werden, die Wirtschaft soll wachsen können. Blockaden, wie das Fehlen an interner und externer Kommunikation aus der Landesregierung, werden wir mit Sicherheit so nicht stehen lassen. Der Breitbandausbau ist überfällig und die Infrastruktur bedarf konkreter Planung, die dann auch durchgeführt werden.
Bei der Bundestagswahl geht es darum unsere schwarze Null zu halten. Themen wie die Flüchtlingskrise haben wir gemeinsam wunderbar begonnen zu klären. Dennoch liegt hier viel Arbeit vor uns. Die Kanzlerin hatte Recht mit ihrer Aussage, dass wir es schaffen. Aber eben auch damit, dass dies eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die das Engagement jedes Einzelnen erfordert. In unserer globalen Welt werden aber neue Aufgaben auf uns zukommen die nicht einfach werden, dazu zähle ich unsere Sicherheit und den entschlossenen Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Deutschland ist mit einer CDU-geführten Bundesregierung auf dem richtigen Weg in die Zukunft.


Ich danke zunächst der Interview-Partnerin Sabrina Albert für ihre klaren Worte und detaillierten Auskünfte und Antworten. Wir werden uns mit Sicherheit bis zu den Wahlen noch des öfteren unterhalten. Ich wünsche ihr Erfolg bei ihren politischen Bemühungen.
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1 Kommentar
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 16.08.2016 | 21:14  
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